
| Titel: | The Dagby Files |
| Erscheinungsdatum: | 10.01.2026 |
| Plattformen: | Windows |
| Entwickler / Herausgeber: | Huge Workshop |
| Steam | https://store.steampowered.com/app/4262600/The_Dagby_Files |
Auf der Suche nach entspannenden Casual Games für zwischendurch durchstöberte ich Steam und war erschlagen von all dem furchtbaren, mit KI generierten Schrott, der sich im Puzzle- und Casual-Bereich auftut. Wer dachte, die Asset-Flips der letzten Jahre wären schon nervig gewesen, der sollte sich den heutigen Steam-Store einmal anschauen. Seelenlose KI-Bilder, wohin ich auch schaue. Genervt wollte ich das Steam-Fenster schon wegklicken, da erwischte ich im Augenwinkel eine Kachel, die nicht nach KI aussah. „The Dagby Files“ also. Gerade mal fünf Nutzerrezensionen? Keine Lobhudeleien in der Beschreibung darüber, welche genialen Features und Ideen dieses Spiel wohl bieten würde? Einfach nur ein kleiner Text, in dem nüchtern beschrieben wird, dass 28 handgezeichnete Rätsel in sieben kleine Kriminalfälle eingewebt wurden. Da war der Mauszeiger auch schon auf dem Kauf-Button, schon allein, um Entwickler Dave Montes für die Nichtnutzung von generativer KI zu unterstützen. Soweit sind wir also schon gekommen …
Krimi trifft Puzzlespiel
Tatsächlich bekommt ihr das, was ihr auf der Steam-Seite seht: 28 handgezeichnete Bilder, die im klassischen Stil zusammengepuzzelt werden sollen. Die Puzzles sind nicht riesig, sondern jeweils um die 100 Teile groß. Einen Schwierigkeitsgrad, etwa um die Puzzles mit weniger oder mehr Teilen zu lösen, gibt es nicht. Alle Teile unten in einer scrollbaren Leiste angezeigt und werden in der Mitte richtig angeordnet. Ihr könnt aber auch die Fläche drumherum nutzen, etwa um Teile zu sortieren oder passende Teile zu verbinden, ehe ihr diese in der Mitte anordnet. Dabei sind die Motive der Bilder abwechslungsreich genug und mir kräftigen Farben gezeichnet, damit sie für ein Puzzlespiel gut funktionieren.



Zwischen den Puzzles werden, basierend auf den gezeigten Bildern, kleine Kriminalgeschichten erzählt. Darin untersuchen die tierischen Kriminaldetektive Dagby und sein Sidekick Valmont verschiedene Verbrechensschauplätze und befragen Zeugen sowie Verdächtige. Dies wird im Visual-Novel-Stil erzählt, wobei die Dialoge nie zu umfangreich und schwafelig werden. Nach einer Handvoll gelöster Bilder könnt ihr, abhängig von den Dialogen und den Hinweisen auf den Bildern, einen Tipp abgeben, was die Ursache des Verbrechens gewesen sein könnte. Dabei bestraft euch das Spiel nicht, wenn ihr falsch liegt – es ist lediglich ein kleiner Kniff, um euch etwas mehr in die erzählten Geschichten und in das Betrachten der Bilder zu investieren. Auch wenn ihr falsch liegt, geht es zum nächsten der sieben Fälle.




Fazit

Habt ihr Lust auf ein schön designtes Puzzlespiel mit ruhigem Jazz als musikalische Untermalung und kleinen Kriminalgeschichten? Dann solltet ihr diesem kleinen Spiel eine Chance geben. Es sind vor allem die richtig schön gezeichneten Comicbilder, die mir während des Spielens gut gefallen haben. Dass sich heute noch jemand Zeit nimmt, solche Bilder ohne die Unterstützung von generativer KI zu erstellen, finde ich sehr unterstützenswert. Gerade in Anbetracht der KI-Flut in der Spielebranche, von AAA-Produktionen bis hin zum Indie-Bereich. Die Kriminalfälle sind meiner Ansicht nach ganz okay – aber sie sind nicht der Hauptgrund, warum ich das Spiel drei Nachmittage mit Genuss gespielt habe.

Sieht total toll und interessant aus! Ich denke das werde ich mir mal anschauen. Das Wiesel sieht aus wie aus den Blacksad-Comics.
Hab die Demo gespielt und bin…begeistert. Danke für den Tipp! Nur die tolle Musik hast du unterschlagen;-)
Freut mich. 🙂 Viel Spaß mit dem Spiel!