Maffew, die Mathe-Maus braucht eure Hilfe! Die böse Necrodicer möchte das Talystro-Ritual vollenden, um alle Zahlen ihrem Willen zu unterwerfen! Moment… bitte was?

| Titel: | Talystro |
| Erscheinungsdatum: | „bevorstehende Ankündigung“ |
| Plattformen: | Windows |
| Entwickler / Herausgeber: | Filiokus / Filiokus |
| Homepage: | https://www.filiokus.io/filiokus/talystro |
Das Indie-Studio Filiokus hat sich nach eigenen Angaben auf Mathe-Lernspiele spezialisiert. Ihr Debütspiel Cal & Bomba ist seit Oktober 2025 auf dem Markt, nun werkeln die Norweger an Talystro, in dem Roguelite-Mechanik auf Würfel- und Kartenspiel treffen soll. Als Freund von Roguelite-Deckbuilding-Games wie Slay the Spire oder Monster Train habe ich einen Blick ins Spiel riskiert und präsentiere euch hier meinen „First Look“.
1+1=TOT

Die Hintergrundgeschichte von Talystro stammt scheinbar aus einem Fiebertraum: In einer Fantasiewelt versucht die durchtriebene Necrodicer ein verbotenes Ritual zu vollenden, um die Herrschaft über alle Zahlen zu erlangen. Als Mathe-Maus Maffew stellt ihr euch der Herausforderung und versucht, das Ritual zu unterbrechen.
Konkret bedeutet das, dass ihr in rundenbasierten Kämpfen gegen die bösen Zahlen von Necrodicer antreten müsst. Dazu zieht ihr jede Runde fünf Karten auf eure Hand und würfelt insgesamt sechs Würfel. Wenn ihr nun ein Würfel auf eine Karte legt, ergibt das einen bestimmten Zahlenwert (im Beispiel oben wird der Würfel mit der „6“ auf eine Karte mit „+2“ gelegt, so dass sich ein Gesamtwert von „8“ ergibt – dies ist euer Angriffswert. Ihr müsst den exakten Zahlenwert eures Gegners erreichen, in diesem Beispiel könntet ihr also die Zahl „8“ besiegen. Auf Wunsch könnt ihr auch noch weitere Würfel auf andere Karten legen, um den Angriffswert zu erhöhen – so könnt ihr auch größere Zahlen vernichten. Die Funktionen auf den Karten werden im Spielverlauf komplexer und das Spiel somit auch abwechslungsreicher.

Wenn euch die Würfel oder Karten ausgehen, müsst ihr die Runde beenden. Alle Zahlen, die dann noch stehen, greifen euch an und ziehen euch Lebenspunkte ab. Praktisch, dass ihr auch Fähigkeiten wie Blocken, Neuwürfeln oder Zahlenwert erhöhen/erniedrigen nutzen könnt, um dem ein wenig entgegenzuwirken. Die Anwendungen sind zwar begrenzt, können aber mit dem Einsatz von bestimmten Karten wieder aufgefüllt werden. Nachdem alle Zahlen besiegt sind, gibt es genretypische Belohnungen, etwa Kartenverbesserung, Heilmöglichkeiten oder Artefakte. Diese wiederum geben euch Vorteile in euren Kämpfen, zum Beispiel dass ihr beim Angriffswert auch um „1“ abweichen dürft, um die Zahl zu besiegen. In den Kämpfen, die ich in der Vorab-Version ausgefochten habe, hat das für eine nette Abwechslung und größere taktische Tiefe gesorgt.
Der Grafikstil scheint sich an „Rubber Hose Animation“ zu orientieren, so wie es auch schon Cuphead gemacht hatte. Maffew wirkt mit seinem panischen Blick wie eine Alptraum-Version von Micky Maus – und das ist sicherlich auch so gewollt. Seine Zahlen-Gegner sind nett animiert und scheinen euch stets zu verspotten. Für ein Puzzlespiel ist das auf jeden Fall ganz ordentlich.
Fazit


Wenn Talystro tatsächlich als Mathe‑Lernspiel vermarktet wird, gehört es definitiv zu den unterhaltsameren Vertretern seiner Art. Gegen Zahlengegner anzutreten, ist jedenfalls eine Erfahrung, die ich so noch nicht gemacht habe – und in den ersten ein bis zwei Stunden hat mir das überraschend viel Spaß bereitet. Ein vielversprechender Auftakt. Jetzt bleibt abzuwarten, welche Ideen die Vollversion noch aus dem Hut zaubert und ob das Spielkonzept langfristig trägt – dann trete ich gerne wieder mit Kartendeck und Würfelbecher gegen Necrodicer und ihre bösen Zahlen-Schurken an.

Das ist ja wirklich charmant. Vielen Dank für den Einblick.
Bin mal gespannt, ob das seine Nische findet.