RuneQuest: Warlords (First Look)

RuneQuest: Warlords

Bereits im August konnte ich eine Preview-Version des rundenbasierten Taktikspiels RuneQuest: Warlords spielen. Vielleicht habt ihr meine Preview Videos gesehen. Kurz vor Release am 9. Dezember 2025 möchte ich nochmal eure Aufmerksamkeit auf den Titel von Volmi (ein Virtuos Studio) und Slitherine lenken.

Vom Tabletop zum Desktop

In RuneQuest: Warlords kämpft ihr in der Welt Glorantha. Sie basiert auf einem Tabletop-Spiel, das erstmals 1978 veröffentlicht wurde und damit zu den echten Klassikern gehört. Es ist die erste Taktikumsetzung, aber vielleicht kennt ihr das Strategie-Kleinod King of Dragon Pass von 1999, in dem ihr einen Barbarenclan in der Grenzregion Dragon Pass ansiedelt. Im Jahr 2016 erschien das Sequel Six Ages: Ride Like the Wind.

RuneQuest: Warlords bietet euch in erster Linie taktische Rundenkämpfe, in die ihr eure kleine, aber stetig wachsende, Streitmacht führt. Euch stehen Armeepunkte zur Verfügung, die ihr, bei ausreichend Ressourcen, zwischen den Missionen der storygetriebenen Einzelspielerkampagne benutzen könnt.

Die Rache ist mein

Es ist eine klassische Rachegeschichte, in der ihr als Hahlgrimm von einem Talastar-Stamm gegen die invadierenden Streitkräfte des Chaos ankämpft. Und zwar über insgesamt 18 Missionen. Ihr trefft dabei nicht nur auf die Horden des Chaos, sondern auch ikonischen RuneQuest-Charakteren wir Ketill White Eye, Hakon the Swimmer, Wovandor und Ralzakark. Die sagen mir aber alle nichts, da ich bislang nur mit King of Dragon Pass in das Universum eingetaucht bin. Damals aber ohne zu wissen, dass das Spiel auf RuneQuest basiert. Natürlich findet ihr auch Verbündete, etwa Elfen.

Neben den Talastar gibt es als Fraktionen Chaos und das Lunar Empire mit verschiedenen Einheitentypen. Die könnt ihr im Skirmish oder Multiplayer dann auch selbst zu Felde führen.

Taktische Finesse

In der von mir im August gespielten Preview-Version konnte ich die ersten vier Missionen spielen – und meine Spielerfahrung aufzeichnen, Folge 1 ist unten eingebunden. Neben schön gezeichneten Story-Grafiken wird die Geschichte auch durch Dialoge in den Missionen vorangetrieben.

Die Einführung in die Spielmechaniken war gut, das Armeemanagement (einschließlich aufleveln der Einheiten zwischen den Missionen) ist zugänglich. Die Grafik ist sehr hübsch. Es wird übrigens dieselbe Engine wie in Warhammer 40,000: Battlesector genutzt. Sehr gut gefallen hat mir, wie ich über die Missionen hinweg neue, interessante Einheiten freischaltete beziehungsweise rekrutieren konnte und so behutsam in die Spielmechaniken eingeführt wurde und die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten erproben konnte. Es gibt auch eine Fülle an Tooltips.

Zum spielmechanischen Repertoire gehören Angriffe von hinten, Zones of Control und Opportunitätsangriffe. Gekämpft wird in der bronzezeitlichen Welt Glorantha nicht nur mit konventionellen Waffen, sondern auch etwas Magie ist im Spiel. Das System basiert auf Bewegungs- und Aktionspunkten, Einheiten haben eine Sichtweite (Awareness Range), so dass ihr nicht immer sofort wisst, mit was ihr es überhaupt zu tun bekommt. Sichtlinien spielen auch eine Rolle. Und wenn ihr genug Battle-Rush-Punkte gesammelt habt, könnt ihr Spezialfähigkeiten aktivieren. Die Kampfparteien ziehen abwechselnd jeweils alle ihre Einheiten.

In einem Spiel, das Wert auf taktische Kämpfe legt, spielt die KI eine besondere Rolle. Und die hat im Sommer einen soliden Eindruck hinterlassen. Die Kämpfe waren durchaus fordernd und Einheiten zogen sich auch schonmal zurück, um sich zu sammeln und nicht Stück für Stück ausgemerzt zu werden. Ich hatte aber den Eindruck, dass die KI die Gefahr von Opportunitätsattacken nicht ausreichend würdigt. Denn sie war manchmal einfach zu beweglich und nahm so unnötig schaden, oft, um eine geschwächte Einheit von mir zu erreichen. Ich bin gespannt, ob an diesem Aspekt in der Release-Version geschraubt wurde.

Fazit

Na, klingt das vielversprechend? Ich hatte jedenfalls großen Spaß beim Durchspielen des Preview-Contents. Umso mehr freue ich mich auf die in Kürze erscheinende Release-Version. Und genau darum bekommt ihr jetzt auch nur diesen kleinen Appetizer. Denn natürlich werde ich nach Glorantha aufbrechen und euch vollumfänglich über seine (hoffentlich vielen) Stärken und (hoffentlich wenigen) Schwächen informieren.

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Über Vampiro

Variety Gamer seit Crystal Castle auf dem Atari 2600 Junior. Mein Herz schlägt besonders für Strategie, Taktik, Wargames und Aufbau nebst allen Untergenres (wie Taktik-RPGs ;-) ).

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