Pirates Outlaws 2: Heritage (Early Access)

Es wird Zeit, ins Piratenkostüm zu schlüpfen, die Segel zu setzen und in See zu stechen! Es erwarten uns Kämpfe, Beute, Ruhm und Ehre! Und Karten.

Das chinesische Studio Fabled Game hat mir schon vor etlichen Jahren mit dem Mobile Game Pirates Outlaws meinen Schlaf geraubt. Das Roguelite-Deckbuilding-Gameplay mit moderater Monetarisierung hat bei mir einen Nerv getroffen, ähnlich wie es die Genre-Blockbuster Slay the Spire und Monster Train getan haben. Für PC-Spieler kam kurz darauf eine von den Free-To-Play-Mechaniken befreite Version heraus, die ich ebenfalls mit Begeisterung gespielt habe. Da liegt es doch nahe, auch einmal einen Blick in die Fortsetzung zu werfen: Pünktlich zum Early-Access-Release auf Steam schildere ich euch meine Eindrücke des derzeitigen Zustands des Spiels.

Piraten & Karten

Wie schon im Vorgänger liegt der Fokus von Pirates Outlaws 2: Heritage auf dem rundenbasierten Kartenkampf zwischen euch und einem oder mehreren Gegnern. Wie ihr es vielleicht aus dem Genre bereits kennt, wählt ihr zu Beginn des Spiels einen Charakter aus und erhaltet ein passendes Kartendeck. Am Anfang fällt die Wahl noch leicht, da als Protagonistin lediglich ein kleines Mädchen zur Wahl steht, aber im Laufe des Spiels schaltet ihr noch weitere Spielfiguren und somit auch Decks frei. Durch die Fähigkeiten des Startcharakters und seines Decks unterscheidet sich die Spielweise im Vergleich zu den anderen Protagonisten deutlich.

Im Hauptspielmodus müsst ihr auf einer Karte auswählen, wohin ihr als nächstes hinschippern möchtet – in den meisten Fällen erwarten euch am Ziel die besagten Rundenkämpfe. Jede Runde zieht ihr fünf Karten auf die Hand und müsst nun versuchen, sie möglichst geschickt einzusetzen, um eure Gegner zu besiegen. Manche Karten bewirken Nahkampfangriffe, können also nur auf den Feind, der euch am nächsten steht, gewirkt werden. Andere Karten können auch im Fernkampf eingesetzt werden, benötigen aber Munition. Auch diese gibt es eigene Karten, genauso wir Schilde, die euch vor gegnerischen Angriffen schützen können. Und natürlich dürfen auch Spezialkarten, wie z. B. Heilungen oder Verstärkungen nicht fehlen. Anders als im Vorgänger greifen die Gegner immer erst nach Ablauf eines „Countdowns“ an, so dass ihr genau überlegen müsst, welche Karten ihr wann einsetzt – manche lassen den Countdown weiterlaufen, andere wiederum nicht.

Nach einem erfolgreichen Kampf gibt es natürlich auch Beute wie Goldstücke, neue Karten oder Artefakte. Habt ihr Lebenspunkte verloren, könnte es sich lohnen, eine Taverne anzusteuern. Aber auch andere Orte wie der Markt sind einen Besuch wert. Solltet ihr irgendwann eine Auseinandersetzung als zweiter Sieger beenden, landet ihr wieder im Heimathafen und könnt eure Goldstücke für Verbesserungen einsetzen – und euren Racheplan schmieden!

Ich habe GENAU das, was Sie suchen!

Im Heimathafen gibt es viele Möglichkeiten, euer Gold loszuwerden. Verbesserungen, Haustiere oder einfach nur Verschönerungen können in den unterschiedlichen Läden erworben werden. Auch das Crafting neuer goldener Karten oder das Verbannen von unbeliebten Exemplaren ist möglich. Hier gibt es bereits jetzt eine Menge zu entdecken und es soll im Laufe der Early-Access-Phase noch mehr dazu kommen.

Wenn ihr einmal Abwechslung von der ganzen Plünderei benötigt, könnt ihr in der Arena gegen immer stärker werdende Gegner antreten und Belohnungen absahnen. Dieser Modus war bereits im ersten Teil eine spaßige Alternative zum Herumsegeln.

Fazit

Das, was ich bisher von Pirates Outlaws 2: Heritage gesehen habe, macht Lust auf mehr! Die niedliche Comic-Grafik ist stimmig und auch am Audio-Bereich habe ich nichts auszusetzen. Beim Gameplay musste ich mich erst an die neue „Countdown“-Mechanik gewöhnen, aber das war kein Beinbruch. Der Umfang scheint sich gegenüber dem Vorgänger noch einmal deutlich erweitert zu haben, also bin ich gespannt, was es noch alles zu entdecken gibt!

Wenn ihr ebenfalls schon im Early Access mit den Säbeln rasseln möchtet, dann findet ihr Pirates Outlaws 2: Heritage bei Steam für knapp unter 15 Euro. Später wird auch noch eine Android- und iOS-Fassung folgen. Ob diese wieder Free-To-Play-Mechaniken beinhalten wird, ist mir noch nicht bekannt.

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Über TheLastToKnow

Adventure-Fan aus dem Ruhrpott, groß (aber nicht erwachsen) geworden mit den SCUMM-Adventures in den 1990er Jahren. Spürt immer wieder kleine Indie-Perlen auf und zerrt sie ans Tageslicht.

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