Panzer Corps 2: Allied Operations – Italy: Vol. 1 (Angespielt)

Der 16. DLC zum hervorragenden Rundentaktikspiel Panzer Corps 2 ist der Auftakt einer Italien-Trilogie. Los geht es mit Allied Operations – Italy: Vol.1 und der Invasion Siziliens durch die Westmächte, eine der größten Landungsoperationen der Militärgeschichte.

Panzer Corps 2 ist ein sehr gutes und beliebtes Rundentaktikspiel. Entsprechend gab es bereits 15 Erweiterungen. Traditionell könnt ihr eure Kernarmee von Szenario zu Szenario mitnehmen. In der DLC-Reihe Axis Operations sogar von DLC-übergreifend: Vom Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) über Jahre des Weltkriegs bis hin zu einem fiktionalen 1946-DLC. Auch auf Seiten der Alliierten könnt ihr in DLC kämpfen, etwa in Frontlines – Cyrenaica, Frontlines – Westwall und Elite – 1st Guards. Der 16. DLC liefert nun auch die Allied Operations. Den Beginn macht Italy: Vol. 1 als Auftakt einer Trilogie, die sich der Befreiung Italiens widmet. Los geht es mit „Operation Husky“, also der Invasion auf Sizilien.

Harte Nüsse auf Sizilien

Historisch landeten sowohl US-Amerikaner als auch Briten und Kanadier in Sizilien. Die Amis kümmerten sich um den Westen, Briten und Kanadier um den Osten. In Italy: Vol. 1 habt ihr dann auch gleich die Wahl, ob ihr zunächst aus Perspektive der Amis oder des Commonwealth die Kampagne bestreiten möchtet. Ihr habt jeweils eine eigene Kernarmee. Diese werden dann gegen Ende des 12-Szenarien-umfassenden DLC zusammengeführt.

Ich habe mich erst einmal für die Briten entschieden. Das erste Briefing, und erst recht die späteren, sind sehr umfangreich. Die Karten sind groß, und es gilt viele Besonderheiten des Terrains, aber auch der feindlichen Stellungen, zu berücksichtigen. Wo sind Befestigungen? Wo Flugplätze? Wo hindert vielleicht das Terrain ein massiertes Vorankommen? Fallschirmjäger können abspringen, Truppen per Boot landen.

In den ersten zwei Szenarios lief es für mich ziemlich gut. Ich dachte daher zunächst, der DLC ist vielleicht etwas leichter als die frühere DLCs. Denn die Erweiterungen richten sich, bereits auf normalem Schwierigkeitsgrad, schon eher an Serienveteranen. Ich glaube jetzt aber, dass ich einfach ein bisschen besser spielte und sich auch die von mir gewählten Fähigkeiten positiv auswirkten, mit Deep Recon konnte ich nämlich die Hexfelder rund um die Siegpunkte jederzeit sehen, was die Planung vereinfachte. Im dritten Szenario scheiterte ich dann aber am Rundenlimit. Da es bis dahin sehr gut lief, werde ich aber nicht die Kampagne neu starten, sondern einfach das Szenario. Zunächst habe ich mich dann jedoch an den Amis probiert. Das erste Szenario ist gleich eine massive Landung entlang des Küstenstreifens. Klar, ihr bekommt ein sehr umfangreiches Briefing, unter anderem mit Montgomery beziehungsweise Patton, und solltet die Ratschläge auch besser berücksichtigen. Die optimale Platzierung gelang mir mit den Amis dann aber doch nicht, sodass ich das Szenario abbrach. Die Verluste waren einfach schon zu groß. Das lag auch daran, dass ich bei der Landung natürlich nicht genau wusste, was mich wo erwartet.

Meine Truppenkonzentration im dritten Szenario mit den Briten führte, denke ich, auch dazu, dass ich die Ziele nicht innerhalb des Rundenlimits erreichte. Im ersten Szenario mit den Amis habe ich die Truppen dann wiederum zu sehr verteilt. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass das eine oder andere Szenario so gestaltet ist, dass ihr als Casual-Spieler auf „normal“ nicht einfach von Szenario zu Szenario durchmarschiert, sondern eventuell auch mal ein Szenario neu starten müsst. Zumindest ich muss das.

Ihr solltet übrigens besonders gut spielen. Denn eure Erfolge, oder auch Misserfolge, beispielsweise bei der Beseitigung von Fortifikationen und Geschützstellungen, haben Auswirkungen auf spätere Szenarios, etwa was Verstärkungen angeht. Um eure Einheiten zu stärken, ist der Rückgriff auf historische Helden möglich. Neu sind die Commendation Points, die ihr durch das Erreichen von Bonuszielen verdienen könnt. Nach dem zweiten Szenario konnte ich dann beispielsweise entscheiden, ob ich einen Teil meiner Punkte für den Jagdpanzer M10 Wolverine oder einen M7 Priest, also ein selbstfahrendes Artilleriegeschütz, ausgebe. Es soll aber auch andere Belohnungen wie Prototypen oder die vorgenannten historischen Offiziere als Belohnung geben können.

Fazit

Panzer Corps 2: Allied Operations – Italy: Vol.1 setzt voll auf die Stärken der Serie und wird eurem Taktikerhirn einiges Abverlangen. Auch wenn zumindest der britisch-kanadische Einstieg ein wenig sanfter ist. Ich denke, er richtet sich eher an Serienveteranen. Als Einsteiger solltet ihr ruhig erstmal das Basisspiel durchspielen.

Erneut gibt es auch behutsame Evolutionen wie die Commendation Points und das Führen von zwei Kernarmeen, die sich dann zusammenschließen. Dadurch wird das Spielerlebnis ein wenig aufgefrischt. Die Karten sind groß, spannend und fordernd gestaltetwarum.

Gewohnt hohe Qualität gepaart mit neuen Akzenten und einem neuen Setting führen dazu, dass ihr als Serienkenner viele Stunden in der ersten Allied Operation versenken und die eine oder andere herausfordernde Schlacht schlagen könnt.

Screenshots und Videos

Mein Preview-Gameplay (erstes Szenario mit den Briten).
Offizieller Gameplay-Trailer.
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Über Vampiro

Variety Gamer seit Crystal Castle auf dem Atari 2600 Junior. Mein Herz schlägt besonders für Strategie, Taktik, Wargames und Aufbau nebst allen Untergenres (wie Taktik-RPGs ;-) ).

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