Plätze 20 – 11
Platz 20: Exit (2005, Taito)
Ein Puzzle-Platformer, dessen kleinteilige Steuerung für mich bereits eine Herausforderung darstellt. Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, bekommt man einen tollen Puzzler, in dem es darum geht, Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten. Dabei ist Teamarbeit gefragt – etwa wenn Kinder durch enge Schächte kommandiert werden oder ihr gemeinsam mit einem Jugendlichen einen Erwachsenen auf eine Plattform hebt. Nur wenn alle Figuren den Ausgang erreichen, ist eines der 100 Levels abgeschlossen.



Platz 19: Gitaroo Man Lives (2006, KOEI)
Eine erweiterte Umsetzung des PS2-Geheimtipps aus dem Jahr 2002. In zehn Levels müsst ihr skurrile Gestalten in damals typischen Rhythmus-Spielen besiegen. Dafür fahrt ihr Schlängellinien mit dem Analogstick nach und drückt im richtigen Timing den angezeigten Knopf. Attackiert euch der Gegner, fliegen aus allen vier Himmelsrichtungen Knopfsymbole auf den Bildschirm, die ihr im richtigen Moment drücken müsst.
Eine sensationelle Präsentation, fantastische Songs und eine mehr als abgedrehte Story machen das Spiel auch auf der PSP zu einem Geheimtipp. Schade, dass es solche Rhythmus-Spiele heute nicht mehr gibt.



Platz 18: Pinball Heroes (2009, Sony)
Ich bin ja schonmal im Rahmen der Pinball-Galerie etwas ausführlicher Pinball Heroes eingegangen. Daher nur kurz: Großartige Tische basierend auf damalige Sony-Franchises, interessante Aufgaben und eine richtig gute Physik machen Pinball Heroes zu einem der besten digitalen Pinball-Spiele der 2000er-Jahre.



Platz 17: Snoopy vs. The Red Baron (2006, Smart Bomb Interactive)
Die Tagträumereien des Beagles Snoopy prägen die Cartoon-Strips der Peanuts und die dazugehörigen Zeichentrickserien seit den 60er-Jahren. Eine seiner beliebtesten Rollen: der unerschrockene Pilot im Ersten Weltkrieg. Nachdem bereits in den frühen 80ern ein entsprechendes Spiel mit Snoopy als Pilot für den Atari 2600 erschien, sollte es über 20 Jahre dauern, bis der Beagle virtuell wieder in ein Flugzeug steigt. Dabei ist Snoopy vs. The Red Baron in seiner Struktur ein waschechter Weltkriegs-Shooter: Gebäude und Aliierte müssen verteidigt werden, während ihr im Grunde auf alles ballert, was euch in den Weg kommt. Mit genug gesammeltem Geld lassen sich zwischen den Missionen Waffen und Flugzeuge verbessern.
Die Steuerung ist butterweich, die Spielbarkeit herausragend, die Musik unterstreicht das Kampfgeschehen. Visuell gibt es ein paar richtig schöne Gags, etwa Lucy als meckernde Generälin. Denn trotz Action kommt auch der bewährte Peanuts-Charme nicht zu kurz.



Platz 16: SSX On Tour (2005, Electronic Arts)
Hach ja, irgendwie vermisse ich diese schönen, arcadigen Fun-Sport-Titel der 2000er. Mein Favorit war dabei immer EAs SSX-Reihe. Mit wahnsinniger Geschwindigkeit per Snowboard Berge hinunterbrettern, verrückte Stunts machen und das auch noch angetrieben durch einen mehr als rockigen Soundtrack? Dafür war ich immer zu haben – besonders im Multiplayer! Auch auf der PSP machte SSX – hier der Port des vierten Serienteils – eine mehr als gute Figur!



Platz 15: MotorStorm – Arctic Edge (2009, Sony)
Zwar gibt es in MotorStorm – Arctic Edge nur zwölf Strecken, diese sind jedoch gespickt mit zahlreichen Abzweigungen und Abkürzungen, sodass es eine richtige Freude ist die verschiedenen Strecken zu erleben. Dazu kommt ein gutes Geschwindigkeitsgefühl und eine tolle grafische Gestaltung.



Platz 14: Peggle (2010, PopCap)
Peggle ist meiner Ansicht nach eines der besten Casual Games der 2000er-Jahre. Das Ziel ist es, alle orangenen Stifte eines Spielfelds mit einer Kugel zu treffen und so zu beseitigen. Dafür stehen euch zehn Kugeln zur Verfügung, was etwas knapp bemessen ist – besonders auf den anspruchsvolleren Spielfeldern. Am unteren Spielfeldrand fährt ein Behälter von links nach rechts. Landet die Kugel in diesem Behälter, erhaltet ihr eine Extrakugel. Zusätzliche Extrakugeln gibt es zudem bei besonders hohen Punktzahlen. Des Weiteren erleichtern diverse Power-ups das Gameplay. Während Peggle 2007 und 2008 für sämtliche damalige Plattformen erschien, kam die PSP-Version etwas spät auf den Markt.



Platz 13: Pursuit Force – Extreme Justice (2007, Sony)
Die Fortsetzung von Pursuit Force gefällt mir um einiges besser als der erste Teil. Endlich gibt es wählbare Schwierigkeitsstufen, das Fahrverhalten wurde verbessert und die Missionen, in denen es nun auch mehr Checkpoints gibt, sind abwechslungsreicher. Ansonsten hat sich glücklicherweise nicht viel verändert: Immer noch haben wir es hier mit einer herrlich übertrieben inszenierten Mischung aus Arcade-Racer und Shooter zu tun. Der Umfang wurde verdoppelt und die Strecken noch etwas lebendiger gestaltet. Und auf dem leichten Schwierigkeitsgrad machen selbst die Eskortmissionen weniger Probleme.



Platz 12: Castlevania – The Dracula X Chronicles (2007, Konami)
Von den klassischen, levelbasierten Castlevania-Spielen aus den 80ern und frühen 90ern gilt Rondo of Blood aus dem Jahr 1993 unter Fans als der gelungenste Vertreter: Versteckte Levels sowie unterschiedliche Levelausgänge laden zu mehrmaligem Spielen ein. Doch das PC-Engine-exklusive Spiel erschien lediglich in Japan. Somit war das Remake von 2007 die erste Gelegenheit für westliche Fans, das Spiel auf legalem Weg zu genießen. Das Remake wurde in 2,5D-Grafik komplett neu entwickelt, als freischaltbaren Bonus gibt es jedoch auch das Original aus dem Jahr 1993 – erstmals in englischer Sprache. Zudem lässt sich Symphony of the Night aus dem Jahr 1997 freischalten – inklusive aller Inhalte, die ursprünglich aus der westlichen Veröffentlichung entfernt wurden.



Platz 11: Mega Man Powered Up (2006, Capcom)
In der Retrospektive auf die umfangreiche Mega Man-Reihe wird dieses Juwel gerne übersehen. Oberflächlich handelt es sich um ein Remake des ersten Teils von 1987. Und ja, die originalen Levels sind alle dabei. Aber: Es gibt auch ein komplett neues Spiel mit eigenen Levels im Stil des Originals – und diese sind hervorragend gebaut. Dazu gesellen sich hundert immer schwerer werdende Herausforderungen, unterschiedliche spielbare Figuren, und zumindest damals hatte der eingebaute Level-Editor sogar Online-Zugang – nicht schlecht für ein Handheld-Spiel von 2006.
Es sind wahrscheinlich die niedlichen Chibi-Grafiken, die viele Fans der Reihe abschrecken. Wer sich davon jedoch nicht beirren lässt, findet hier feinstes Mega Man-Gameplay, das auch heute noch zu den besten der gesamten Reihe gehört!




Danke für den schönen Artikel. Mir fallen noch Jetpack Joyride (Minis), WipeOut Pure und Afterburner Black Falcon ein.
Die grandiosen 3D Geschicklichkeitsspiele Mercury und Mercury Meltdown von Altmeister Archer McLean kann ich auch empfehlen. Man steuert einen Quecksilbertropfen über komplexe Level mit schiefen Ebenen, Schaltern und Teleportern. Dabei kann sich der Tropfen teilen, die Farbe verändern aber auch durch Löcher in den Abgrund fliessen. Eine bestimmte Prozentzahl Quecksilber muss zum Ausgang gebracht werden, um einen Level zu beenden. Ich habe den ersten Teil damals mit Begeisterung durchgespielt. Der zweite Teil ist auch super und noch verzwickter, ersetzt allerdings den metallenen Look durch einem Comicstil.
Die PSP hatte Hardware im SOC mit an Bord, um PS1 Spiele nativ in voller Geschwindigkeit zu emulieren. Das war damals für ein Handheld etwas besonderes. Dank Homebrew Programmen wie Popsloader und CDDA Enabler Plugin war man nicht auf die wenigen PSN Veröffentlichungen begrenzt, sondern konnte beliebige eigene PS1 Spiele auf die PSP kopieren. Ein cleveres von Sony bereitgestelltes Menü erlaubt das Mappen von fehlenden L2 und R2 Tastenkombinationen auf den analogen Stick. Viele PS1 Titel habe ich so auf meiner PSP nachts im Bett zum ersten Mal durchgespielt.
Auch ScummVM läuft wunderbar auf der PSP. Dort habe ich zum Beispiel The Dig zum ersten Mal durchgespielt.
Meine PSP liegt immer auf dem Nachttisch, wird regelmäßig geladen und bespielt. Nicht mehr so häufig wie in den Jahren 2004-2010, aber sie ist jedenfalls mein Lieblings-Handheld.
Ich bin anscheinend einer der wenigen, der die PSP so wie sie war, akzeptieren konnte. Ich liebe sie für alles was sie ist. Ich habe nie das Bedürfnis empfunden Schwarzkopien oder Retro darauf zu spielen, somit ist sie auch nicht gejailbreaked. Nur die im PSN erhältlichen PSone Spiele habe ich mir nach und nach geholt, damit ich Front Mission 3, FF7, Vagrant Story etc. immer dabei haben kann.
Filme habe ich gerne mit UMD darauf geschaut und ich sammele sie noch heute. Filme auf UMD haben einen besonderen Reiz auf mich. Für den Urlaub wähle ich immer bis zu 10 Discs aus, die ich in einer extra dafür designierten Tasche mithabe.
Deine Liste war interessant. Von den meisten Titeln habe ich noch nie etwas gehört. Dein Platz 1 steht bei mir als einziges noch eingeschweißt und wartet darauf, dass ich endlich mal mit Everybody‘s Golf 1 fertig werde. Seit 20 Jahren versuche ich hin- und wieder weiterzukommen. 😀
Hi,
Nostalgie pur – und motiviert, meine beiden PSPs nochmals rauszuholen.
Zwei Titel fehlen mir – Jeanne d’Arc und Puzzle Quest. Grandios!
phRANK
Hab keine nostalgische Verbindung zur PSP weshalb diese Top 50 bei mir keinerlei warmen Gefühle auslöst. Dafür gab es diesmal ein bissl „Suspense“, in dem die ganze Zeit die Frage im Raum stand, auf welchem Platz wohl Lumines landen würde.
Highlight für mich war der Exkurs zu den Spielesammlungen. Bin schon etwas verwundert, wie das ganze Thema damals komplett an mir vorbei gegangen zu sein scheint.
Vielen Dank für den Blick über den Tellerrand.