Mutants Ate My Carrots

Oh nein, deine schwarzen Karotten wurden gestohlen! Das kannst du dir natürlich nicht bieten lassen, immerhin bist du das letzte schwarze Kampf-Kaninchen auf der Welt. Das Abenteuer beginnt…

Der griechische Publisher Dionous Games hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Adventures von kleinen Indie-Studios tatkräftig zu unterstützen. Nach Not Another Weekend ist Mutants aus dem Jahr 2021 ist Mutants Ate My Carrots bereits das zweite Point-and-Click-Adventure aus dem Hause Animatic Vision, das von Dionous Games herausgebracht wird. Das ebenfalls in Griechenland ansässige Studio entführt euch hier in eine verrückte Märchengeschichte rund um ein mutiertes schwarzes Kampf-Karnickel.

Ein Kaninchen sieht rot

Im Intro erfahrt ihr, wie unser langohriger Protagonist zum letzten seiner Art wurde und dass neben bösen Menschen auch der Löwenkönig und sein Volk ihren Anteil daran haben. Verbittert zieht sich das schwarze Kaninchen in den tiefen Wald zurück und baut dort seine schwarzen, belebend wirkenden Karotten an.

Es kommt wie es kommen muss: Eines Tages werden alle Karotten gestohlen und ihr müsst euch auf die Suche nach den Dieben begeben. Die Reise führt euch durch den Märchenwald, der von allerlei seltsamen Tieren und anderen Kreaturen bevölkert ist. Doch dabei werdet ihr überrumpelt und in ein Labor verfrachtet. Durch einen Laborunfall könnt ihr zwar entkommen, doch die Experimente, die an euch durchgeführt wurden, haben euch mutieren lassen – dort, wo einmal eure Arme und Hände waren, befinden sich nun Tentakel. Klar, dass ihr euch nun an den Verantwortlichen rächen müsst!

Ihr merkt, die Geschichte ist bewusst abgedreht gestaltet und dient als Grundlage für ein abgefahrenes Point-and-Click-Adventure mit verrückter Cartoon-Grafik und einem kleinen Twist. Denn neben den klassischen Adventure-Elementen wie Inventar- und Dialogrätseln existiert auch eine „Kampf-Mechanik“. Im Laufe des Spiels erhaltet ihr Kampf- und Mutantenfähigkeiten, die ihr gegen diverse Gegner, die sich euch in den Weg stellen, einsetzen müsst. Dazu benötigt ihr aber keine schnellen Reflexe, sondern müsst stattdessen überlegen, welche Fähigkeit (und manchmal auch welcher Gegenstand) euch gegen welchen Gegner am besten weiterhelfen könnte.

Fazit

Mein erster Gedanke beim Spielen von Mutants Ate My Carrots: Mal was anderes! Insgesamt habe ich drei Stunden gebraucht, um alle Gegner im Märchenwald auszuräumen und zum Ende zu gelangen. Die Spielzeit fand ich angenehm, denn die Geschichte hätte das Spiel wohl auch nicht viel länger getragen. Mutans Ate My Carrots wird euch gut unterhalten, wenn ihr einfach Lust habt, euch klassisch durch ein Adventure mit relativ leichten Rätseln zu klicken (Maussteuerung ist empfohlen, am Steam Deck fand ich es hakelig). Die abgefahrene Geschichte mit ihren phantasievollen Gestalten ist leichte Unterhaltung und möchte auch gar nicht mehr sein. Daher würde ich sagen: Ziel erreicht!

Das Spiel ist komplett mit englischen Texten und ohne Sprachausgabe ab sofort auf Steam verfügbar. Dort gibt es eine Demoversion, mit der ihr einmal hineinschnuppern könnt. Bei itch.io könnt ihr die Demo auf Wunsch auch im Browser anspielen.

Avatar-Foto

Über TheLastToKnow

Adventure-Fan aus dem Ruhrpott, groß (aber nicht erwachsen) geworden mit den SCUMM-Adventures in den 1990er Jahren. Spürt immer wieder kleine Indie-Perlen auf und zerrt sie ans Tageslicht.

Alle Beiträge anzeigen von TheLastToKnow

2 Comments on “Mutants Ate My Carrots”

  1. Ich bin da vielleicht zu altmodisch, aber ich möchte lieber eine sympathische Spielfigur steuern. Die Bilder und der Trailer haben mir da schon gereicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert