Mein Elden-Ring-Tagebuch #2

Die Welt hat sich schon schon durch die Erweiterung Shadow of the Erdtree für Elden Ring gekämpft. Ich habe endlich mal mit dem Basisspiel aus dem Hause FromSoftware begonnen.

Am Osterwochenende ging es endlich weiter. In meinem ersten Dungeon, ihr erinnert euch?

Das Dungeon entpuppte sich als relativ klein. Und irgendwie wirkte alles generisch, ein wenig wie die Chalice Dungeons in Bloodborne. Eine Feuerfalle gab es auch, da musste ich erstmal wieder sprinten lernen. Und hinter einer Feuerfalle fand ich dann auch etwas Asche, die ich aber noch nicht einsetzen kann.

Was ich auch fand, war ein ziemlicher Nervfaktor. An den Wänden klebten einige strunzdumme Gegner, die mich kaum entdecken konnten. Wenn dann aber der Kampf losging, war gegen die Vielzahl der Gegner ein koordiniertes Kämpfen gar nicht möglich. Elden Ring setzt hier, vermutlich nicht zum letzten Mal, auf Masse statt Klasse. Spielspaß bereitet mir das nicht, da auch das ganze System, anders als in einem Hyrule Warriors, nicht darauf ausgelegt ist.

Was ich übrigens auch fand, war eine Nebelwand. Ein Shortcut zum „Leuchtfeuer“ ließ sich auch freischalten. Nebelwand? Klar, da muss ein Gegner lauern. Tat es auch.

Und, wie es sich für ein Soulslike gehört, habe ich ihn direkt im ersten Anlauf besiegt… na ja, fast besiegt. In den nächsten Versuchen klappte es wieder nicht auf Anhieb, so dass es eine gefühlte Ewigkeit dauerte, bis es mir wirklich gelang. Der Weg zum Zwischenboss war kurz und gegnerfrei. Ich möchte sogar sagen: „Casualisiert“. Viel Nahkampf und rollen half dann auch viel. Meganervig finde ich bei der Steuerung, dass die Figur beim drücken von LS in die Hocke geht. Im Eifer des Gefechts ist mir das immer wieder passiert. Ziemlich schwach fand ich die Animationen des Gegners. Auch, dass ich eigentlich nicht im „Schlagwinkel“ des Kätzchens stand, es sich dann aber ruckartig drehte um dann, wie vom Programmierer gewollt, mich zu treffen, puh. Finde ich für 2022 etwas dünn.

Nunja, eine weitere Asche später habe ich das Dungeon dann verlassen und mich wieder grob Richtung Ziel aufgemacht. Auf dem Weg killte ich ein paar Wachen. Und bin natürlich auch ins nächste Dungeon. Da warteten dann Wölfe und der Beastman of Farum Azula, den ich mühelos besiegen konnte.

Dann stieß ich auf ein Lager der Wachen. Die lassen sich gerne einzeln ausschalten. Wobei, halt: Beim ersten Versuch zückte einer sein Horn und blies zum Alarm. Ich konnte aber entkommen. Im Kern konnte ich das Lager (Hallo, Verubisoftung der Spielwelt) ausräuchern, in dem ich ganz simpel einen Gegner nach dem anderen von hinten ausschaltete. Hört sich nicht nach Spaß an, war es auch nicht. Und natürlich respawnen die Gegner. Wow.

Also musste ich erstmal an einem der zahlreich vorhandenen Leuchtfeuern durchschnaufen. Und nachdem ich schon gegen eine Japan-Katze gekämpfte habe, kam jetzt, ganz Japan-typisch, auch die holde, unbekannte Maid ins Spiel. Die begleitet mich jetzt und ich kann aufleveln. Ein Pferdchen hat sie mir auch überlassen, ich kann jetzt also reiten. Also das Pferd.

Nachdem ich dann doch im Lager aufgeräumt hatte *gähn* gab es immerhin einen unterirdischen Lagerraum und ich bekam ein Whetstone Knife. Und von Wagen konnte ich Waffen klauen.

Ähnlich häufig wie „Leuchtfeuer“ scheint es in Elden Ring Bosse zu geben. Oder zumindest Minibosse. Denn als ich den Weg zur Festung hinaus beschreiten wollte, wartete schon der nächste Kamerad auf mich. Der lässt sich, gerne im Nahkampf, recht einfach legen.

Durch die Breite der Spielwelt war der weitere Weg nach oben, obwohl er von Wachen gesäumt war, gar kein Problem. Umgehen, anschleichen, ausschalten. Einen nach dem anderen. Oben ankommen, Leuchtfeuer anknipsen, direkt die nächste „Damsel in Distress“ treffen. Helfen konnte ich ihr aber nicht.

Und, ihr mögt erahnen, was als nächstes kommt. Genau. Ein Boss. Margit the Fell Omen will gefällt werden. Klappte im ersten Versuch (wie immer) fast. In den nächsten paar Versuchen nicht, dann hatte ich auch erstmal genug von Elden Ring. Ich musste die Disc auch wieder zurückgeben.

Und als ich gerade Elden Ring erneut leihen wollte, dazu noch Terminator: Resistance, war die Disc in der Bücherei verschollen. So ging es schon mit Robocop. Ich hoffe, sie werden gefunden. Denn weiterspielen möchte ich schon. Geld ausgeben möchte ich derzeit aber nicht. Irgendwie spricht mich Elden Ring nämlich nicht so an. Alles, was mir in Demon’s Souls und Dark Souls gefallen hat, geht Elden Ring komplett ab: Dichte Atmosphäre und spannende Kämpfe. Was ich bekomme sind viel zu fair gesetzte Leuchtfeuer, eine Flut an (mehr oder minder) Bossgegnern, generische, aber strunzdumme Gegnermassen und eine Spielwelt, bei der an allen Ecken und Enden was los ist. Ein richtiger Theme Park. Und das meine ich negativ. Es erinnert mich an Red Dead Redemption, das dann wenigstens im zweiten Teil eine viel glaubwürdigere Spielwelt lieferte.

Die Kämpfe gefallen mir, bis auf kleinere Steuerungsschwierigkeiten und die Animationen und die viel zu große Zahl an Bossen und die Massenkämpfe, aber ganz gut. Elden Ring geht halt ganz einfach einen anderen Weg als die Klassiker. Und mir gefällt der alte Weg besser. Sehr cool finde ich aber mein neues Turmschild, das ich aggressiv in Gegner rammen kann. Mal schauen, wann ich das wieder machen werde.

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Über Vampiro

Variety Gamer seit Crystal Castle auf dem Atari 2600 Junior. Mein Herz schlägt besonders für Strategie, Taktik, Wargames und Aufbau nebst allen Untergenres (wie Taktik-RPGs ;-) ).

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10 Comments on “Mein Elden-Ring-Tagebuch #2”

  1. Dein Tagebuch bestätigt mir nur, warum ich mich an das Spiel noch nicht ran gemacht habe. Klingt alles nach etwas, das mir kein Spaß machen würde. Ich wünsche dir aber noch viel Freude damit und bin gespannt wie es bei dir weitergeht

    1. Ich hatte damals überlegt, es zu holen, hatte aber bei diesem Open World Fokus kein gutes Gefühl. Verständlich, dass sie mal was anderes probieren wollen. Meinen Geschmack trifft dieser Theme Park mit hoher Boss- und Gegner- und Leuchtfeuer-Dichte bislang nicht so ganz.

  2. Installier eine Easy-Mod (kein God-Mode!). Ich hatte trotzdem 150 Stunden megageilen Spielspaß, da ich jeden Stein umgedreht habe. Bin voll in die Spielwelt versunken und hab in der Zeit jede freie Minute genutzt zum daddeln. Für mich hatte es Suchtcharakter. 🙂
    Allerdings hat mich die Erweiterung erschreckender-/traurigerweise überhaupt nicht abgeholt. Obwohl es genau dasselbe wie das Hauptspiel ist, fand ich die langweilig. Vermutlich kam die viel zu spät und hätte zeitnah nach dem Hauptspiel erscheinen müssen.
    Hoffentlich kommt da bald mal was neues in der Richtung von FromSoftware, denn NewGame+ ist noch langweiliger, kenn doch schon alles. 🙂

    1. Vielen Dank für den Tipp! Allerdings spiele ich Xbox. Inwiefern würde ein Easy Mode das mir (bislang) nicht wirklich gefallende Spieldesign besser machen? Finde es ja nicht zu schwer, bislang eher im Gegenteil. Ok, die Massenaufläufe könnte ich leichter wegschnetzeln, vor allem schneller. Und mich freier in der Welt bewegen, die mir ja aber zu vollgestopft ist. Da würde ich lieber mal endlich RDR2 und KCD und Cyberpunk 2077 fertigspielen, bevor ich easy durch die Spielwelt stapfen, weil mir in den anderen Titeln die Welt besser gefällt.

      1. Für die Welterkundung. Ich fand das Artdesign und das ganze Setting einfach nur fantastisch. Es gab immer was neues zu entdecken. Ok, die Story versteht man erst, wenn man das halbe Wiki dazu durchgelesen hat, aber David Lynch-Filme, zum Beispiel, soll man ja auch nicht verstehen. Mir ist es definitiv zu schwer, aber ich wollte es unbedingt spielen. Deshalb der Easy-Mode.

        1. @Dropandur: Magst Du nicht mal einen schönen „Meine Elden-Ring-Erfahrung im Easy-Modus“-Artikel schreiben? 🙂

          (Schon allein um die Leute etwas zu triggern, für die jegliche Forderung eines Easy Modes in einem From Software Spiel einem Herzinfarkt gleichkommt!)

          1. a) Für einen Artikel bin ich leider nicht kreativ genug
            b) Ein Mob mit Fackeln und Mistgabeln vor dem Haus ist nicht gerade erstrebenswert 🙂

        2. Hmmm, ich verstehe. Allerdings finde ich ja gerade die Welt zu sehr Themenpark und (bislang) teils sehr generisch (das erste Dungeon zB aber auch das mit dem Beastman, eher Elder Scrolls Niveau). Ich glaube auch, die Spielmechanik letztlich ausschalten würde mir auch keinen Spaß machen.

          Ich finde (bislang!) die Welten von KCD und RDR2 deutlich besser. Wie würdest du für dich die ER-Welt im Vergleich zu denen ranken?

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