
| Titel: | Jewel Match Solitaire Fantasy |
| Erscheinungsdatum: | 20.06.2025 |
| Plattformen: | Windows |
| Entwickler / Herausgeber: | Suricate Software / Grey Alien Games |
| Homepage: | https://www.greyaliengames.com |
Nachdem sich Jürgen gestern über Disney Solitaire ausgelassen hat, bleibt die Frage offen: Gibt es auch gute Spiele aus dem Solitär-Genre? Die Antwort lautet: Ja, natürlich. Aber nicht auf dem Smartphone, wo Millionen dieser Free-to-Play-Cashgräber darauf warten, den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Auf dem PC gibt es seit rund einer Dekade die Jewel Match Solitaire-Reihe, in der jedes Jahr neue Ableger erscheinen – häufig passend zu Jahreszeiten wie Winter oder Sommer, manchmal auch mit Fantasy-Settings, in denen ihr mittelalterliche Schlösser aufbauen müsst. Letztlich ist es egal, welchen Teil ihr kauft, denn innerhalb der Reihe wiederholt sich vieles.
Dennoch habe ich nach Jewel Match Solitaire X aus dem Jahr 2022 erneut zugeschlagen und das neueste Spiel für 14 Euro auf Steam gekauft – ein Preis, der für diese Art Spiel sehr fair ist.
Das Herzstück ist der Abenteuermodus. Darin bewegt ihr euch auf einer großen Weltkarte und spielt über 1000 handgefertigte TriPeaks-Solitaire-Level. Das Konzept ist schnell erklärt: Auf dem Spielfeld liegen verschiedenste Karten, einige davon bereits aufgedeckt. Diese müssen auf der unteren Ablage abgelegt werden. Liegt dort zum Beispiel ein Bube, könnt ihr eine Zehn oder eine Dame anlegen – die Farbe spielt keine Rolle. Passt gerade keine Karte, zieht ihr eine vom Notstapel. Werden Karten abgelegt, werden darunterliegende Karten aufgedeckt und kommen ins Spiel. Das Ziel ist es, das gesamte Spielfeld leerzuräumen, bevor der Notstapel aufgebraucht ist.

Das alles nun über tausend Mal? Wird das nicht langweilig? Normalerweise ja. Deshalb warten diese Spiele mit zahlreichen Zusatzregeln in verschiedenen Leveln auf. Jewel Match Solitaire ist da keine Ausnahme. Es gibt Level, in denen beispielsweise ein Teil des Spielfelds durch eine Barriere abgetrennt ist. Um diese Barriere zu entfernen, müssen bestimmte Karten gespielt werden. Schlosskarten werden mit Schlüsselkarten entfernt, und es gibt auch Karten, die nur entfernt werden können, wenn ihr eine bestimmte Anzahl an Karten spielt, ohne auf den Notstapel zurückzugreifen. Oder ein Frosch springt fröhlich über das Spielfeld, blockiert bestimmte Karten und verschwindet erst, wenn nur noch drei spielbare Karten auf dem Spielfeld liegen. Natürlich gibt es auch Klassiker wie eingefrorene Karten, die doppelt gespielt werden müssen. Regelmäßig werden neue und alte Ideen in das Spiel eingebracht, die das Gameplay interessant und abwechslungsreich halten.


Während des Spiels verdient ihr Geld – vornehmlich dann, wenn ihr ein Level mit möglichst vielen verbleibenden Karten auf dem Notstapel abschließt. Mit diesem Geld könnt ihr jederzeit einen Shop aufrufen. Dort habt ihr die Wahl zwischen dauerhaften Upgrades sowie Wild Cards und Jokern. Am Anfang würde ich empfehlen, auf den Wild Card Award und den Joker Award hinzusparen. Dadurch sammelt ihr in den Levels Wild Cards und Joker völlig kostenlos. Beide Funktionen sowie weitere Upgrades bleiben über das gesamte Spiel aktiv, sobald sie einmal gekauft wurden. Außerdem könnt ihr Upgrades für den Notstapel sowie für die Rückgängig- und die Shuffle-Funktion kaufen.
Mit den erspielten Kristallen könnt ihr, wie in anderen Spielen der Reihe, schrittweise prächtige Schlösser erbauen. Diese fungieren nach ihrer Fertigstellung als Hintergrundbilder. Sterne hingegen schalten Bonuslevels frei. Es gibt Levels, in denen ihr Karten mit dem gleichen Zahlenwert vom Spielfeld entfernt, Challenge-Levels, in denen ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllen müsst, oder besonders große Levels. Diese sind jedoch rein optional und müssen nicht gespielt werden. Wer eine Pause vom Abenteuermodus braucht, kann sich mit klassischen Patiencen wie Klondike, Freecell, Yukon, Spider oder Lady Beth die Zeit vertreiben. Insgesamt stehen 26 Patiencen zur Verfügung. Sehr schön: Das dort erspielte Geld kommt euch im Abenteuermodus zugute.



Mitte: Ihr durchquert im Abenteuermodus ein großes Königreich.
Rechts: In den Dörfern begegnen euch Charaktere, die euch kleine Quests geben. Keine Sorge: Es bleibt immer beim Solitär.
Grafisch gefällt mir das Spiel nach wie vor, auch wenn sehr viele Assets aus den vorherigen Titeln übernommen wurden. Dafür gibt es im Vergleich zu Jewel Quest Solitaire X einen neuen Soundtrack, der mir jedoch weniger im Gedächtnis bleibt. Solche Spiele wollen jedoch sowieso nicht mit dem spieleigenen Soundtrack gespielt werden, weshalb es natürlich die Möglichkeit gibt die Musik auszustellen. Hört währenddessen lieber eigene Musik oder Podcasts.
Fazit
Jewel Match Solitaire Fantasy hat mich mal wieder am Haken. Es macht nach wie vor Spaß, sich durch die Levels zu knobeln. Die Bonuslevels sind eine willkommene Abwechslung, ebenso wie die 26 Patiencen. Wer wirklich alles aus dem Spiel herausholen möchte, wird wahrscheinlich viele Wochen und Monate damit verbringen. Sehr schade ist allerdings, dass Cloud Saving über Steam nicht unterstützt wird. Denn Jewel Match Solitaire Fantasy wäre ideal, um es auf mehreren Geräten zu spielen. Das ist wirklich bedauerlich.
Wenn euch das nicht stört und ihr bisher noch keinen Teil der Reihe gespielt habt, sind die 14 Euro gut investiert. Wer jedoch in den letzten zwei bis drei Jahren bereits einen Ableger der Reihe gekauft hat, wird kaum Neues entdecken.


Ach guck mal, das könnte was für mich sein. Eigentlich dachte ich das bei dem Disney-Solitair auch erst, aber nach Jürgens Bericht dann nicht mehr 😅
Vielleicht also mal dieses Jewel Match Solitaire. Ich mag es, wenn zwischendurch auch mal „Varianten“ (z. B. Barrieren) auftauchen.
Danke für den Bericht.
Danke Dir. 🙂 Wenn Du ne Schwäche für diese Art Gameplay hast, dann gibt es auf dem PC nichts besseres. 🙂