In unserer Rubrik KaPoTA? (Keep and Play or Throw Away?) stellen wir uns genau diese Frage: Würden wir dieses Spiel vor Erreichen der magischen Zwei-Stunden-Grenze bei Steam behalten und weiterspielen, oder würden wir es lieber wieder loswerden? Heute mit: Fretless – The Wrath of Riffson.

| Titel: | Fretless – The Wrath of Riffson |
| Erscheinungsdatum: | 17.07.2025 |
| Plattformen: | Windows |
| Entwickler / Herausgeber: | Ritual Studios / Playdigious Originals |
| Homepage: | https://playdigious.com/games/fretless/ |
Musikspiele locken mich immer wieder vor den Monitor. Fretless – The Wrath of Riffson von den Ritual Studios schlägt durch seine RPG- und Deck-Building-Elemente jedoch in eine etwas andere Kerbe und sorgt damit für einen willkommenen frischen Wind. Ob ich das Riff-Rollenspiel aber nach zwei Stunden lieber in den Gitarrenständer packe oder stattdessen den Verstärker auf 11 drehe, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Gitarren. Kartendecks. Timing. RPG.

Rob ist ein junger Gitarrist, der davon träumt, beim Battle-of-the-Bands-Wettbewerb groß rauszukommen. Blöd nur, dass Rick Riffson, Chef der bösen Plattenfirma Super Metal Records (SMR), genau diesen Wettbewerb nutzen möchte, um den besten Musikern des Landes Knebelverträge aus der Hölle aufzudrücken.
Viel mehr muss zur Geschichte nicht gesagt werden, steht sie doch eher im Hintergrund im Vergleich zu den Spielmechaniken. Ihr steuert Rob durch eine farbenfrohe Pixel-Landschaft, die mich durch die klassische Perspektive ein wenig an meine frühen JRPG-Ausflüge mit Link erinnert hat. Dort begegnet ihr allerlei Gegnern, die euch vom (bereits erwähnten) bösen Label SMR in den Weg gestellt werden. Kein Problem, denn ihr habt immer eure treue Klampfe dabei (später auch andere Instrumente), mit der ihr eure Feinde in die Flucht schlagen könnt!

Hier wechselt das Spiel zu einem rundenbasierten Kampf, der mich durch seine Kartendeck-Mechanik (bestehend aus Riffs, Soli und Buffs) sowohl an Slay the Spire & Konsorten sowie durch seine Timing-Elemente an die Kämpfe von Mario & Luigi erinnert. Wenn ihr den richtigen Rhythmus trifft, verstärkt ihr eure Angriffe oder schwächt die eurer Gegner.
Mit der Zeit schaltet ihr weitere Instrumente frei, die eigene Spielmechaniken mitbringen. Die Musik ist komplett eigens komponiert – keine Lizenztracks, aber dafür ein abwechslungsreicher Mix aus Metal, Synthwave und Ambient. Nettes Detail: In den Bossfights bringen die Obermotze ihren eigenen Sound mit.
Keep and Play or Throw Away?


Fretless – The Wrath of Riffson zupft definitiv die richtigen Saiten bei mir, um mich eine ganze Weile an mein Steam Deck zu fesseln. Die putzige Grafik und die Gameplay-Elemente, die ich schon bei anderen Spielen zu schätzen wusste, wurden hier zu einem neuen wohlklingenden Erlebnis zusammengesetzt. Natürlich ist die Geschichte nicht preisverdächtig, aber das will sie auch gar nicht sein. Und sie nimmt sich nicht ernst, was zum Charme des Spiels beiträgt.
Mein Fazit nach zwei Stunden ist also: Keep and Play! Wenn ihr mit in den Jam einsteigen möchtet, findet ihr Fretless – The Wrath of Riffson auf Steam zum Preis von knapp unter 15 Euro. Für Unentschlossene steht auch eine Demoversion zum Abruf bereit.

Sehr schöner Artikel, habe jetzt richtig Bock auf das Spiel. Musikalisch auch mein Ding 😀 Und der Look ist super.
Ja, du bist ja den Sechs-Saitern genauso wenig abgeneigt wie ich 😉