Die Oliver Twins (8): Go! Go! Go!

Ein vorletztes Mal tauchen wir gemeinsam in das Werk der Oliver Twins ein. Wer eine Eier-Allergie hat, sollte vielleicht direkt zum letzten Artikel der Reihe springen. Denn heute gibt es nur Dizzy-Spiele jeder Geschmacksrichtung. Langweilig wird es sicher trotzdem nicht.

Go! Dizzy Go! (1992)

Eines der spaßigsten Dizzy-Ableger-Spiele war Kwik Snax aus dem Jahre 1990. Außerdem war es technisch dank Ein-Bildschirm-Level einfach gehalten und damit ein hervorragender Kandidat für eine NES-Umsetzung. Aus den Design-Dokumenten geht hervor, dass das „neue“ Spiel vor seinem endgültigen Titel Dizzy’s Amazing Rescue, Amazing Dizzy und Dizzy’s Magical Maze genannt wurde.

Allen Namensänderungen zum Trotz bleibt das hervorragende Grundprinzip von Kwik Snax erhalten: Der Spieler steuert Dizzy durch labyrinthartige Bildschirmfelder, sammelt Essbares und muss Gegnern ausweichen oder sie durch geschickte Verschiebereien von Blöcken ausschalten, um alle Objekte einzusammeln und den Level zu schaffen. Erneut bringt es mehr Punkte, wenn man den jeweils blinkenden Sammelgegenstand als nächstes einsammelt. Auch die Bonus-Level nach jedem „regulären“ Abschnitt sind wieder dabei. Hier muss Dizzy unter Zeitdruck, dafür ohne Gegner alle Sammelsachen einsacken. Die Schwierigkeit dabei: Das freche Ei läuft so lange in eine Richtung, bis es von einem Block abgebremst wird und der Spieler erneut eingreifen kann. Die Route will also gut geplant sein.

Der wichtigste Unterschied der beiden Spiele: Go! Dizzy Go! variiert die Welten mit mehr Themen. Neben Unterwasser- und Wald-Umgebungen gibt es noch Berge, Burgen und Pyramiden zu bestaunen. Zusätzlich hat die Neufassung einen Zwei-Spieler-Modus. Mal zieht Dizzy mit Denzil um die Blöcke (NES), mal mit Daisy – die Dame gibt es nur auf Sega-Systemen.

Die Zwillinge selbst geben als Erscheinungsdatum des Spiels den April 1994 an, da aber das Booklet der (zuerst erschienenen) NES-Fassung den Copyright-Vermerk 1992 enthält, habe ich mich frech dafür entschieden.

Die NES-Fassung erschien auf der Sammlung Quattro Arcade, während die Fassung für Segas Game Gear in The Excellent Dizzy Collection veröffentlicht wurde. Dankenswerterweise widerstand Codemasters hier der Versuchung, das Ding wieder „eggcellent“ zu nennen. Angedachte Fassungen für das Master System und das MegaDrive erschienen nie, wobei in den Untiefen des Internets ein ROM für erstere Version existieren soll.

Laut den Oliver Twins selbst sollte diese Excellent Dizzy Collection ursprünglich aus fünf Spielen bestehen. Doch Codemasters wollte die Preise für die Herstellung drücken und bestand darauf, dass Spiele geopfert würden. Erst strichen die Zwillinge Mystery World Dizzy und nur wenige Wochen vor Veröffentlichung des Moduls noch Wonderland Dizzy. Die 5.000 produzierten Game-Gear-Ausgaben waren schnell ausverkauft, die fertige Master-System-Version wurde nicht produziert. Die Zwillinge hielten das (angeblich fertige) MegaDrive-Master daraufhin zurück und bestanden auf einem Tantiemen-Vorschuss von 20.000 Pfund, den Codemasters ablehnte.

Überhaupt verschlechterte sich die Beziehung zu Codemasters schnell. Im März hatten die Zwillinge um ein Treffen gebeten, weil ihrer eigenen Firma das Wasser mittlerweile bis zum Halse stand. Codemasters bot ihnen einen 48.000-Pfund-Deal an: Sie sollten sämtliche Rechte an ihren Spielen abtreten, relativ geringe Tantiemen-Zahlungen für die verschiedenen Excellent-Dizzy-Versionen akzeptieren und Philips 16 Monate Arbeit als Produktmanager und Verkaufsleiter sollten mit einer kleinen Einmalzahlung plus 200 (ja, da fehlt keine Null) Pfund Bonus abgegolten sein. Codemasters Marketing-Manager soll den Olivers „Versteht ihr es denn nicht? Wir haben kein Interesse mehr an Dizzy…“ ins Gesicht gesagt haben und Philip erinnert sich an eine besonders unangenehme Situation 1994:

Ein Fax an Richard vom 9. Mai, in dem ich mich über die Verzögerung der Zahlungen beschwerte, hatte zur Folge, dass David [Darling, Chef von Codemasters] in seinem Ferrari vor meiner Wohnung auftauchte. „Lass uns eine Runde fahren“, sagte er, „dann erkläre ich dir, warum wir euch nichts schulden.“ Ich sagte ihm, er solle sich zum Teufel scheren, und knallte ihm die Tür vor der Nase zu. Drei Tage später kam ein Brief, der uns aus der Exklusivitätsvereinbarung entließ – unter der Bedingung, dass wir nichts schreiben durften, das auf früheren von Codemasters veröffentlichten Spielen basierte. Der Brief enthielt zwar die Verpflichtung zur Zahlung von Tantiemen für meine Projektmanagement-Leistungen, enthielt aber auch die Klausel: „Alle Spiele werden nach alleinigem Ermessen von Codemasters veröffentlicht“ – und die meisten davon wurden anschließend entweder gestrichen oder nie veröffentlicht.

The Story of the Oliver Twins

Das Tischtuch war zerschnitten. Codemasters hatte dank des Nintendo-Geldes wieder Oberwasser, veröffentlichte aber die von den Zwillingen auf deren eigenen Kosten entwickelten Spiele teilweise nicht mehr und zahlte ihnen (nach Aussage der Olivers – Codemasters dürfte es anders sehen) nicht das zustehende Geld aus. Zusammengefasst: „Damit endete unsere achtjährige Beziehung mit Codemasters. Wir sprachen über ein Jahrzehnt lang nicht mehr mit den Darlings.“ (Zitat aus The Story of the Oliver Twins)

In den nächsten paar Absätzen beschäftigen wir uns mit den Überbleibseln dieser Verbindung, die es dann doch noch in die Öffentlichkeit geschafft haben.

Panic! Dizzy (1993)

Auch Panic! Dizzy basiert auf einem bereits erschienen Spiel der Zwillinge. Dieses mal haben sie sich Dizzy Panic ausgesucht, für das sie damals wie auch schon bei Kwik Snax „nur“ das Design geliefert und die Mühen der Programmierung Big Red Software überlassen hatten. Allerdings waren sie mit dem alten Spiel nie so recht zufrieden und überdachten ihren Puzzle-Ansatz für den neuen Titel komplett.

Bereits bei Dizzy Panic sollte sich ursprünglich der Eier-Held bewegen, was dann aus technischen Gründen ad acta gelegt wurde. Nun aber dachten Philip und Andrew ganz neu über die Grundidee nach und entwickelten fünf verschiedene Spiele. Hauptsächlich in der Hoffnung, dass am Ende wenigstens eins oder zwei davon ähnlichen Suchtcharakter wie zum Beispiel Tetris entwickeln würden.

Die Spiele im Einzelnen nenne sich Match More, Dizzy Dice, Picture Perfect, Puzzle Path und Four Suits – wobei die letzten beiden Spiele NES-exklusiv sind. Sega-Spieler reiben sich eventuell verwundert die Augen, denn dort haben zwei der drei enthaltenen Spiele zusätzlich noch andere Namen. Die meisten Spiele bauen auf dem Tetris-Prinzip auf und verlangen vom Spieler, Reihen zu bilden. Puzzle Path dagegen gibt Flächen mit Zahlen darauf vor. Steht zum Beispiel eine „1“ darauf, verschwindet die Fläche nach einmaliger Berührung. Eine „2“ ist entsprechend zweimal betretbar. Nun muss der Spieler innerhalb eines Zeitlimits alle Zahlen abräumen, darf aber nicht springen, sondern nur nach oben, unten, rechts oder links gehen.

Nach der Wahl des Spiels und ob ein oder zwei Spieler gleichzeitig an die Controller möchten bestimmt der Spieler noch den Schwierigkeitsgrad durch Auswahl der Spielfigur. Der schlafmützige Dozy steht für die geringste Herausforderung, der böse Zauberer Zaks muss am meisten schuften. Kein Wunder, schließlich hat er bisher noch jedes Dizzy-Spiel als Verlierer beendet.

Das Spiel war von den Zwillingen für das NES konzipiert und wurde auch für dieses System geschrieben. Doch Codemasters veröffentlichte diese Version nicht einmal auf einer Quattro Compilation. Vermutlich war der schrumpfende NES-Markt das Risiko nicht mehr wert. Diese Version wurde erst 2019 wieder ans Licht gezerrt und im Rahmen einer Kickstarter-Kampagne doch noch veröffentlicht, nachdem Dizzy-Fan Lukasz Kur den Code wiederhergestellt hatte.

Die bereits oben erwähnte Sammlung namens The Excellent Dizzy Collection wurde 1993 Heimstatt der Sega-Fassung. Obwohl die Oliver Twins auf ihrer Webseite schreiben, dass diese sowohl für Game Gear als auch für das Master System in kleiner Auflage (5.000 Exemplare) erschienen sei, gab es im Handel – wie bei Go! Dizzy Go schon erwähnt – nur die Game-Gear-Version. Eine MegaDrive-Variante war ebenfalls in der Entwicklung, tauchte bisher aber nicht in freier Wildbahn auf. Einzig ein 2014 veröffentlichtes Video von The Dizzy Fansite gewährt einen kurzen Einblick. Dort wird sogar ein Spielmodus gegen einen Computergegner angezeigt, den es in den anderen Fassungen nicht gab.

Wonderland Dizzy (1993 / 2015)

Von nun an wird es noch ein wenig unübersichtlicher, wenn es um die Erscheinungsdaten geht. Hatten die ersten beiden Spiele dieses Artikels in den 90ern wenigstens noch eine Version auf den Markt bekommen, hatte Wonderland Dizzy weniger Glück. Es entstand Anfang 1992 für das NES und sollte ein Teil der Compilation The Excellent Dizzy Collection werden. Aus unterschiedlichen Gründen (rückläufige NES-Verkäufe, Größe des Moduls) wurde das Spiel wie auch das weiter unten behandelte Mystery World Dizzy gestrichen und nur Dizzy The Adventurer, Go! Dizzy Go! und Panic! Dizzy wurden für Segas Game Gear veröffentlicht.

Wonderland Dizzy geriet in den Folgejahren in Vergessenheit. Kein Wunder, schließlich verabschiedeten sich die Oliver Twins von Codemasters und hatten dank geteilter Rechte keine Chance, weitere Eier-Spiele auf den Markt zu bringen. Die Zwillinge selbst präsentierten bei einem „Play Blackpool 2015“-Auftritt eine handgezeichnete Karte des Spiels (hier ab Minute 39). Philip ist sich im Video nicht sicher, ob das Spiel jemals erschienen sei und Andrew sieht die Karte an, als habe er noch nie von diesem Spiel gehört. Sie geben die Karte sogar ins Publikum, ob einer der Fans das Spiel vielleicht wiedererkennen würde.

Philip Oliver ging auf die Suche nach dem Master des Spiels, fand allerdings „nur“ den Source-Code. Eine kleine Datei schien zu fehlen, doch der oben bereits erwähnte Lukasz Kur rekonstruierte die fehlenden Teile, baute einen Fun-Modus für unbegrenzte Leben ein und die Zwillinge veröffentlichten nach Genehmigung durch Codemasters das Spiel am 24. Oktober 2015 kostenfrei im Internet.

Im Rahmen der Kickstarter-Kampagne für das häufig von mir zitierte Buch The History of the Oliver Twins von Chris Wilkins wurden 100 Exemplare des Spiels auf Cartridge gepresst. Graue Versionen gab es im 100-Pfund-Tier (heute ungefähr 160 Euro), die weiße Variante für 150 Pfund. Damals schon Sammlerstücke, heute tauchen sie normalerweise nirgendwo zum Verkauf auf. Physisch greifbar war das Spiel ansonsten nur im Oliver-Twins-Evercade-Modul, das ebenfalls offiziell vergriffen ist.

In Grundzügen basiert Wonderland Dizzy auf dem 1991 erschienenen Magicland Dizzy aus dem Hause Big Red Software, für das die Zwillinge das grobe Design geliefert hatten. Daher werden erfahrenen Spielern einige Szenarien wie Stonehenge oder ein Brunnen bekannt vorkommen. Allerdings sind die Puzzles komplett neu und im Spiel treten Figuren aus dem Buchklassiker Alice im Wunderland auf. Es bleibt allerdings dabei, dass Dizzy seine Freunde retten muss, die vom bösen Zauberer Zaks geschnappt wurden.

Auch die Bedienung bleibt ähnlich: Dizzy (und erstmals Daisy) hat ein auf drei Plätze beschränktes Inventar, mit dem er Zugänge zu weiteren Bereichen erpuzzeln muss. Dass manche Gegenstände wie das Weihwasser quasi im Vorbeigehen wirken, andere wie die Liane explizit angewählt werden müssen, ist unlogisch, aber handhabbar. Weniger schön ist, dass die Umgebung nicht scrollt und gerade im oberen rechten Bereich der Karte viele Sprünge unter leichtem Zeitdruck auf die beiden Eier warten, so dass hektische Sprünge ins Nichts an der Tagesordnung sind.

Wonderland Dizzy ist kein leichtes Spiel. Hat die zweite Spielfigur zwar zur Folge, dass ganze sechs Leben im normalen Modus zur Verfügung stehen, so schmelzen diese doch schnell dahin. Geht übrigens eines der Leben von Dizzy verloren, so wechselt das Spiel zu Daisys aktuellem Standort und die Grinsekatze aus Alice im Wunderland lässt Dizzys Inventar-Gegenstände auf Daisy regnen. Falls sie dann wieder ausgeknockt wird, bekommt Dizzy alles wieder. Alternativ gibt es die Möglichkeit, mit einer der beiden Figuren alleine loszuziehen und mit drei Leben klar zu kommen oder den neu eingefügten Unendliche-Leben-Modus zu aktivieren.

Dreamworld Pogie (1992 / 2017)

Wer die Artikelreihe bis hierhin gelesen hat, könnte sich nun kopfkratzend „Wer? Pogie?“ fragen. Und er hätte recht damit. Der kleine flauschige Kerl hatte bisher nur Mini-Auftritte in der Dizzy-Serie, in der er als dessen Haustier immer in der Nähe von Dizzys Behausung herumläuft und ansonsten keinerlei Funktion erfüllt. Dass Pogie überhaupt einen Namen hat, ist mir erst dank der Sammelkarten aufgefallen, die den Codemasters-Spielen beilagen.

Den Zwillingen schwebte schon länger ein Spiel im Stile der Super Mario Bros. oder Sonic the Hedgehog vor. Dass es ihnen nicht an Selbstvertrauen mangelt, zeigt dieses Zitat von ihrer Webseite:

Als wir im Januar ’90 erstmals die riesige Fachmesse besuchten, war das Spiel, das unsere Aufmerksamkeit am meisten auf sich zog, Super Mario Bros. Es hatte sich über 20 Millionen Mal verkauft, und wir sagten damals, es sehe aus wie ein Spiel, das wir in ein paar Monaten schreiben könnten.

OliverTwins.com

Dreamworld Pogie wirft alle Rätsel-Anteile der Dizzy-Reihe über Bord und konzentriert sich ganz auf die Hüpferei und das Einsammeln von Sternen – Elemente, die der schnauzbärtige Klempner so populär gemacht hatte.

Mit einer Hintergrundstory scheint sich das Spiel gar nicht erst aufzuhalten. Aus welchem Grund Pogie von leblosen Eiern und obskur gestalteten Bäumen träumt, muss also irgendwann ein Psychotherapeut herausfinden. Wir hüpfen stattdessen mit ihm durch 15 sehr bunte Level, weichen wie üblich Gegnern und Lava aus und sammeln dabei Sterne oder kleine Süßigkeiten aus im Level verteilten clownsgesichtigen Boxen. Die großen Eier, an denen Pogie vorbei kommt, dienen als Rücksetzpunkte, falls eines seiner Leben verloren geht. Besagte Leben gibt es für jeweils 100 gesammelte Sterne.

Der grundsätzlich liebe lila Fellball kann sich seiner Gegner nur erwehren, wenn er ein ebenfalls lilafarbenes Symbol einsammelt, das ihn für kurze Zeit in eine aggressivere Figur seiner selbst verwandelt. Die Ohren werden kürzer, dafür werden Armmuskeln und schlechte Laune verstärkt. Trifft Pogie in diesem Zustand auf einen Gegner, verschwindet dieser aus dem Level. Nach ein paar Sekunden ist der Spuk wieder vorbei und Dozie so verwundbar wie eh und je.

Wie einige andere Spieler in diesem Artikel geriet auch Dreamland Pogie unter die Veröffentlichungs-Räder. Zwar war es auf der Rückseite des Aladdin Deck Enhancers schon angekündigt, aber das waren viele andere Spiele auch. Absatzschwierigkeiten und damit der finanzielle Niedergang des kanadischen Vertriebs Camerica sorgten dafür, dass Pogies Abenteuer im 20. Jahrhundert nicht mehr auf den Markt kam.

Erst im Rahmen der Kickstarter-Offensive, die mit Wonderland Dizzy begann, wurde eine offizielle Veröffentlichung ins Auge gefasst. Erneut suchte und fand Philip Oliver den Quellcode, Lukasz Kur polierte ihn auf und wieder schlossen sie sich mit Chris Wilkins zusammen, der den Kickstarter im Winter 2016 aufsetzte. Dieses Mal sollten 600 Cartridges produziert werden. Weshalb die Kampagne 601 Unterstützer hatte, lässt sich nicht genau sagen. Eventuell war ein einzelner Unterstützer nur wild auf ein signiertes Buch The Story of the Oliver Twins, das es für 30 Pfund gab. Parallel dazu wurde allerdings auch wie bei Wonderland Dizzy das ROM des Spiels kostenfrei veröffentlicht, so dass auch alle anderen Interessierten in den Genuss des Spiels kommen können.

Es lohnt sich auf jeden Fall, das Spiel einmal anzuspielen. Pogie steuert sich präzise und Grafik sowie Sound machen gute Laune. Allerdings erreicht das Spiel zu keinem einzigen Zeitpunkt die Güte eines Mario-Spiels. Aber das hatte vermutlich außer den Zwillingen auch niemand erwartet.

Mystery World Dizzy (1993 / 2018)

Dem mittlerweile bekannten Prinzip folgend setzten die Oliver Twins ihr letztes komplett selbstgeschriebenes 8-Bit-Dizzy namens Fantasy World Dizzy mit einigen Änderungen für die Nintendo-Konsole um. Gleich bleibt dabei leider das nur zwei Fächer große Inventar des Helden, das immer wieder zu nervigen Rück-Lauf-Aktionen führt. Ebenso habe ich keinen Weg gefunden, den zu benutzenden Gegenstand frei wählen zu können. Dizzy nimmt immer den linken Inventar-Platz, auf den dann der andere Gegenstand durchrutscht. Die Münzen des alten Spiels wurden durch Sterne ersetzt, doch die eigentlichen Rätsel blieben nahezu identisch erhalten.

Leider ist auch Dizzys Sprungverhalten bei diesem Spiel gefühlt wieder schlimmer geworden. Das Ei rollt nach meinem Geschmack immer etwas zu weit und rutscht die nächste Kante wieder nach unten. So gesehen das authentische Fantasy World Dizzy-Feeling.

Die bekannte Kickstarter-Kampagne wurde 2017 wieder von Chris Wilkins ins Leben gerufen, weil Philip nun auch noch das letzte Dizzy-Spiel in einer alten Kiste gefunden hatte. Also wurde Mystery World Dizzy zum 30-jährigen Dizzy-Jubiläum wie gehabt limitiert auf Cartridge angeboten und parallel kostenlos zum Download freigegeben.

Mit dieser guten Nachricht beschließen wir den heutigen Artikel. In der nächsten Ausgabe komme ich zum Ende und werde dabei nicht nur über Dizzy schreiben. Versprochen!

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Über Jürgen

Geschichts- und Musik-Liebhaber mit einer Schwäche für viel zu lange Computerspiele. Der Werdegang CPC - Pause - PC und Konsolen sorgt dafür, dass ich noch so viele schöne alten Perlen entdecken darf.

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