Weitere Wrestlingspiele
Saturday Night Slam Masters / Muscle Bomber (1993)

Neben den acht Spielen der großen Ligen auf der vorherigen Seite gab es zu dieser Zeit auch zahlreiche weitere Wrestlingtitel, die ich auf dieser Seite vorstellen möchte. Den Anfang machen wir mit einem Titel, der heute in den USA als Kult gilt, in Japan jedoch nie eine größere Bekanntheit erlangen konnte: Saturday Night Slam Masters (westlicher Titel) bzw. Muscle Bomber (japanischer Titel) von Capcom. 1993 wurde es erstmals für die Spielhalle veröffentlicht, im Folgejahr erschienen Heimversionen für SNES und Mega Drive.
Im Wesentlichen ist SNSM ein typisches Capcom-Fighting-Game im Wrestling-Gewand. Es gibt die typischen Special Moves, wie ihr sie aus anderen Genre-Vertretern wie Street Fighter II oder Fatal Fury kennt und zwei Handvoll Kämpfer zur Auswahl. Das Problem des Spiels ist, dass es nicht weiß, was es sein möchte. Für ein Fighting Game ist die spielerische Varianz unter den einzelnen Kämpfern zu gering. Für ein Wrestlingspiel dieser Zeit fehlt die spielerische Tiefe.
Auf die Frage, warum das Spiel heute als Kultspiel gilt, findet ihr die Antwort im vorherigen Teil der Reihe: Bis auf die WWF-Spiele von Acclaim gab es auf westliche Konsolen lange nix. Daneben konnte Capcom SNSM als gute Konkurrenz platzieren. Im überfüllten Wrestlingmarkt in Japan ging das Spiel dagegen gnadenlos unter. Wrestlingfans schätzten die spielerische Tiefe der Fire-Pro-Spiele oder die humorvolle und leichtfüßige Präsentation der AJPW-Spiele. Es gab interessante Experimente wie Funaki Masakatsu no Hybrid Wrestler und viele weitere Alternativen. Daher funktionierte das Spiel in Japan weder als Fighting- noch als Wrestlingspiel. Denn Spieler klassischer Fighting Games blieben lieber bei Street Fighter II, Samurai Shodown, Fatal Fury und ähnlichen Genre-Vertretern.



Tenryu Genichiro no Pro Wrestling Revolution (1994)

Eine weitere Idee, um auf dem umkämpften Markt der Wrestlingspiele für Aufmerksamkeit zu sorgen, war es, Lizenzen von einzelnen Wrestlern einzukaufen, die dann prominent auf dem Cover zu sehen waren. Ansonsten boten die Spiele die bekannten Lookalikes. Hier also ein Spiel mit der Wrestlinglegende Tenryu Genichiro, der zwischen 1976 und 2015 zu den größten Stars des Sports zählte. Entwickelt wurde das Spiel von Jaleco, einem Studio, das für diese Zeit für ganz unterhaltsame B-Ware auf dem SNES bekannt war: Operation Logic Bomb, The Peace Keepers oder The Ignition Factor sind gute Beispiele.
Für dieses Spiel wurde die reichlich seltsame Entscheidung getroffen, zwei Drittel des Bildschirms für große Pixelgrafiken, abhängig vom Matchverlauf, zu reservieren. Das sieht grafisch zwar hübsch aus, aber das eigentliche Gameplay findet ausschließlich auf einem Drittel des Bildschirms statt. Außerdem erweist sich dieses Gameplay durch den fehlenden Platz und eingeschränkten Movesets als sehr eintönig.
Obwohl das Spiel damals keine guten Kritiken in der japanischen Presse bekam und sich auch nicht sonderlich gut verkaufte, wurde unter dem Namen HammerLock Wrestling eine Version für den US-Markt veröffentlicht. Diese blieb ebenfalls erfolglos.



Funaki Masakatsu no Hybrid Wrestler: Tōgi Denshō (1994)

Masakatsu Funaki gehört zweifellos zu den wichtigsten Legenden im japanischen Wrestling- und Kampfsport der letzten Jahrzehnte. Zwar war seine Zeit in NJPW in den 80ern weniger von Erfolg gekrönt, da sich Präsident Antonio Inoki zu der Zeit auf Heavyweights konzentrierte, er konnte jedoch international einiges an Bekanntheit erreichen – etwa in der deutsch-österreichischen CWA oder in der englischen ASW. In den 90ern gründete er gemeinsam mit Minoru Suzuki Pancrase, eine der ersten MMA-Ligen und wurde auch dessen wichtigster Star, indem er damalige Stars des Sports wie Frank und Ken Shamrock oder Bas Rutten besiegen konnte. Zudem war er einer der ersten MMA-Kämpfer, die den Kampfsport mit Entertainment kombinierten und damit seiner Zeit weit voraus waren. Seit 2009 ist er wieder im Pro Wrestling aktiv und bei All Japan Pro Wrestling erfolgreich.
Technos, das Studio, das mit The Big Pro Wrestling und Mat Mania das virtuelle Wrestling-Genre in den frühen 80ern aus der Taufe hob und sich mit WWF Superstars und WWF WrestleFest unsterblich machte, hatte 1994 mal wieder Lust auf Wrestling – nachdem es in den vorherigen Jahren mit der Kunio-Kun-Reihe erfolgreich war. Das Studio schloss einen Deal mit Funaki, der auch der einzige lizenzierte Wrestler im Spiel ist. Es ist leider das letzte Wrestlingspiel des Studios, da Technos 1996 geschlossen wurde.
Was das Spiel so charmant macht, ist die Mischung aus Wrestling, Straßenkampf und einigen verrückten Ideen. So gibt es einen Karrieremodus, in dem die Spieler mit einem selbst erstellten Wrestler Titel sammeln und sogar heiraten können. Wenn der geborene Sohn 18 Jahre alt geworden ist, kann mit diesem die Karriere fortgesetzt werden. Aber auch spielerisch gibt es einige schöne Ideen – etwa einen Wrestlingring, der Hunderte Meter über einem Canyon thront. Dieser wird im Matchverlauf immer brüchiger und sobald ein Wrestler durch den Ring in die Tiefe fällt, verliert er natürlich. Und wie von Technos gewohnt ist auch das eigentliche Gameplay überdurchschnittlich und sehr unterhaltsam umgesetzt. So gibt es hier mal nicht das von Fire Pro inspirierte Timing-System, sondern ein direkteres System, das von klassischen Fighting Games inspiriert wurde. Mit X und Y werden in der Nähe der Gegner verschiedene Würfe ausgeführt, ansonsten dienen X, Y und B für unterschiedlich starke Schläge und Tritte. Aus Astral Bout 2 wurde auch die Möglichkeit übernommen, sich bei Haltegriffen ins Seil zu retten. Mit A kann geblockt werden. Ansonsten hat jeder Wrestler verschiedene Special Moves. Ein weiterer interessanter Aspekt ist das Stamina-System – die Wrestler verlieren mit Fortschreiten der Kämpfe also an Geschwindigkeit und Kraft. Auch wird an Pixelblut nicht gespart.
Wer das Spiel selbst unkompliziert ausprobieren möchte, für den gibt es eine ganz gute Fantranslation.



JWP Joshi Pro Wrestling – Pure Wrestle Queens (1994)

Neben dem damaligen Marktführer für Frauenwrestling, All Japan Women’s Pro Wrestling, gab es natürlich auch weitere Promotions, die sich auf Frauenwrestling fokussierten. JWP war eine Promotion, die 1992 gegründet wurde und auf den Entertainment-Faktor des Wrestlings setzte. Immerhin existierte die Promotion bis 2017, was für die japanische Frauenwrestlingszene einer Ewigkeit gleichkam. Jedenfalls konnte die Liga damals schnell einen TV-Vertrag mit dem WOWOW Channel und mit Jaleco einen Vertrag für ein Videospiel abschließen.
Anders als bei Jalecos vorherigem Spiel werden hier glücklicherweise nicht zwei Drittel des Bildschirms für Pixelgrafiken verwendet. Es ist ein okayes Spiel mit einem Timingsystem, das noch ein wenig schwieriger zu beherrschen ist als in den Fire-Pro-Titeln. Eine Neuerung ist, dass viele Aktionen gekontert werden können. Wenn die Wrestlerinnen kurzzeitig blinken, ist das das Zeichen, den B-Knopf für einen Konter zu drücken. Das Spiel leidet allerdings unter einer recht schwachen Gegner-KI. Die Matches entwickeln trotzdem einen recht guten Spielfluss.
Kurios, aber keinesfalls langweilig, ist die Entscheidung, den Karrieremodus als Brettspiel umzusetzen. Hier touren vier Gruppierungen durch Japan, gewinnen und verlieren Geld, und auf bestimmten Feldern der Arenen kommt es auch hier zu Matches.
Im folgenden Jahr gab es noch ein zweites Spiel mit JWP-Lizenz. Und zwar im Rahmen von Humans Fire Pro Reihe. In Wrestling Universe: Fire Pro Joshi – Doumu Chou Taisen für die PC Engine traten die Wrestlerinnen der JWP gegen Wrestlerinnen der AJW an.



Stardust Suplex (1995)

Neben den Spielen für NJPW wollte Varie auch etwas für die Fans des Frauenwrestlings bieten. Stardust Suplex besitzt keine offizielle Lizenz, dafür aber Anime-Figuren, die klar erkennbar an damalige Stars wie Aja Kong, Bull Nakano, Akira Hokuto oder Mayumi Ozaki angelehnt sind.
Die Engine ist dieselbe wie bei den NJPW-Spielen, aber das Gameplay ist etwas schneller und actionreicher. Jede der Wrestlerinnen hat natürlich ihre eigenen Aktionen, und durch die unkomplizierte Steuerung entwickelt sich ein schneller, arcadiger Matchfluss.
Durch die wirklich schöne Anime-Optik und das actionreiche Gameplay gefällt mir Stardust Suplex besser als die NJPW-Spiele und falls ihr neben den Wrestlingsimulationen etwas für zwischendurch sucht, ist Stardust Suplex durchaus einen Blick wert.



Gekitou Burning Pro Wrestling (1995)

Im Laufe der Jahre haben verschiedene Studios auf ihre jeweils eigene Weise versucht, den Platzhirsch Fire Pro Wrestling herauszufordern. Sei es durch Lizenzspiele oder ungewöhnliche Ideen. Aber niemand hatte sich so richtig getraut, ein Spiel zu entwickeln, das es mit FPW in Sachen Umfang und Spieltiefe aufnehmen wollte. Auftritt: das kleine Studio Ukiyotei. Ein Studio, das vorher einerseits mit reichlich obskurer Tarot-Software, aber auch mit dem fantastischen Action-Platformer Skyblazer auffiel.
Mit Gekitou Burning Pro Wrestling hat das Studio das Kunststück fertiggebracht, eine echte Alternative zu FPW zu entwickeln. Klar, wenn ihr die Screenshots seht, dann werdet ihr sicherlich denken, dass ich scherze. Grafisch sieht das Spiel wie ein SNES-Spiel von 1990 aus. Aber die Spieltiefe ist nichts anderes als phänomenal. Über 700 Moves, über 100 Wrestler und MMA-Kämpfer sowie eine Optionsvielfalt, die bis dahin noch kein Spiel angeboten hatte. Die Spieler können auswählen, ob sie nach japanischen, amerikanischen oder mexikanischen Wrestling-Regeln, nach Shoot-Fight-Regeln oder nach MMA-Regeln spielen wollen, wie sie damals bei Pancrase und RINGS üblich waren. Selbst Falls Count Anywhere Matches und 3-gegen-3-Matches sind möglich! Das Spiel unterstützt Multiplayer für fünf Spieler und ihr könnt sogar den Ringrichter spielen. Es ist also kein Problem, dass beispielsweise vier Spieler ein Tag-Team-Match bestreiten und der fünfte Spieler als Ringrichter anfängt, parteiisch zu werden.
Das Gameplay gleicht FPW sehr genau, vom Timingsystem bis hin zur Tastenbelegung. Im Match selbst sind die Möglichkeiten für diese Zeit enorm. Beispielsweise werden Aufgabegriffe nicht automatisch abgebrochen, wenn der Gegner es schafft, sich ins Seil zu retten. Ihr könnt den Griff weiter anwenden, solange der Ringrichter bis vier zählt. Danach gibt es eine Disqualifikation. Oder: Normalerweise war es in Wrestlingspielen dieser Zeit nicht möglich, ebenfalls auf den Ringpfosten zu steigen, wenn bereits ein Wrestler auf diesem stand. Hier ist das möglich, um den Gegner beispielsweise mit einem Suplex vom Pfosten zu holen. Auch lassen sich zahlreiche Moves kontern, sei es beim Grappling, aber auch bei Haltegriffen. Oder wie wäre es, nach einer Grappling-Aktion nahtlos einen Haltegriff anzuschließen?
Falls euch die biedere Präsentation nicht abschreckt, findet ihr hier eine gleichwertige Alternative zu FPW. Und es gibt auch eine Fantranslation, welche die zahlreichen Menüs übersetzt.



Jikkyō Power Pro Wrestling ’96 – Max Voltage (1996)

Als Konami im Rahmen der Jikkyō-Reihe (in der auch die International Superstar Soccer-Spiele erschienen) im September 1996 das einzige Wrestlingspiel veröffentlichte, waren die üblichen Wrestlingentwickler schon zur PlayStation weitergezogen. Damit markiert dieses Spiel das letzte Wrestlingspiel auf der 16-Bit-Konsole.
Es ist ein Spiel, das ein überraschend tiefgründiges Gameplay bietet. Der größte Unterschied zu den anderen Wrestlingspielen ist, dass Lockups nicht automatisch ausgelöst werden, sondern manuell mit der X-Taste. Ansonsten kommt das bekannte Timingsystem zum Einsatz. Dabei wird grafisch durch Schweißperlen während der Lockup-Animation angezeigt, wann es Zeit zum Drücken der Tasten ist. Eine sehr schöne Idee. Ansonsten hält sich das Spiel in seinem Gameplay strikt an das Fire-Pro-Playbook, inklusive einer strengeren Auslegung der Reihenfolge von schwachen bis zu starken Aktionen.
Neben normalen Wrestlingmatches gibt es hier auch Shoot-Fight-Kämpfe und das einzige Mal auf dem SNES: Deathmatches mit unter Strom stehenden Stacheldrahtseilen. Auch der Karrieremodus kann motivieren, etwa dadurch, dass viele Moves erst gekauft werden müssen. Grafisch hat man sich für Rendergrafiken entschieden, wie sie seit Donkey Kong Country häufiger auf der Konsole genutzt wurden. Dazu gibt es überraschend klare Sprachausgabe eines Kommentators während der Matches zu hören.
Logischerweise war das Spiel durch seine späte Veröffentlichung kein Erfolg. Vielleicht lag es auch daran, dass während der PS1-Ära kein Nachfolger produziert wurde. Erst zu PS2-Zeiten sollte Konami nochmal auf höchst ungewöhnliche Weise zum Genre zurückkehren.



Royal Pro Wrestling – Jikkyō Live!! (1996)

Da ich mich in der nächsten Ausgabe auf 3D-Wrestlingspiele fokussieren werde, packe ich zwei äußerst interessante 2D-Spiele noch mit in diesen Artikel, da sie thematisch so schön passen. Royal Pro Wrestling ist das einzige Wrestlingspiel für die gefloppte 3DO-Konsole und wurde von Natsume entwickelt. Wer jedoch eine Fortsetzung der fantastischen AJPW-Spiele erwartet, wird überrascht. Denn hier handelt es sich um einen sehr altmodischen Button-Masher. Das heißt: In den Lockups gilt es vor allem, die Tasten für die Aktionen zu malträtieren, ähnlich wie in den WWF-Spielen von Acclaim. Ich kann mir vorstellen, dass die Entwickler bewusst mal einen Kontrapunkt zu den immer komplexer gewordenen Wrestlingsimulationen setzen wollten. Ob ihr das gut oder schlecht findet, ist sicherlich Geschmackssache.
Was das Spiel so speziell macht, ist die Präsentation. Lookalikes für die Wrestler wäre wohl nicht das richtige Wort: Modelle und Charakterportraits sind liebevolle (oder schamlose) Kopien der Originalwrestler von WWF, WCW, AJPW, NJPW und der mexikanischen CMLL. Die Detailverliebtheit geht sogar so weit, dass die Entrance-Themes leicht verändert nachgespielt wurden und Hulk Hogan, Yokozuna und Undertaker ihre jeweiligen Manager dabeihaben: Jimmy Hart, Mr. Fuji und Paul Bearer mit seiner geliebten Urne, die bei Einzelmatches um den Ring herumschleichen und die Gegner auch mal attackieren.
Es gibt auch einen Kampagnenmodus. Hier geht es darum, sich mit einem Wrestler der Wahl durch alle drei Länder zu kämpfen und die Championtitel zu vereinigen. Dieser Modus ist liebevoll präsentiert, inklusive vertonter Promos vor den Matches. Es gibt hier sogar eine echte Innovation: Nach jedem Match wird die Matchperformance bewertet. Wenn Spieler immer dieselben Aktionen zeigen, geht eine Bewertungsleiste runter. Geht es im Match dagegen hin und her, werden verschiedene Aktionen und Nearfalls gezeigt, dann steigt die Bewertungsleiste.






Champion Wrestler – Jikkyō Live (1996)

In der nächsten Ausgabe werden wir uns anschauen, wie die verschiedenen Entwickler Wrestling in das 3D-Zeitalter führen. Manche mit besseren Resultaten als andere. Selbst Human versuchte, Fire Pro als 3D-Spiel neu zu positionieren. Das ging gewaltig schief, soviel kann ich schonmal verraten. Wrestlingfans wollten aber zumindest ein 2D-Spiel, das die Power der Playstation ausnutzen konnte. Hier kommt Taito ins Spiel. Dort hat man sich daran erinnert, dass man 1989 ja schon mal ein nettes Wrestlingspiel für die Spielhalle produziert hat. Warum also nicht neu auflegen?
Am Ende ist es ein weiterer Fire-Pro-Klon der alten Schule geworden, nur mit viel besserer Technik. Die Sprites sind schön groß, die Action wird mit durchgehendem Kommentar begleitet. Jeder der insgesamt 40 Wrestler hat bis zu 48 Moves im Repertoire. Diese werden mit dem altbekannten timingbasierten System ausgeführt und sind in schwache, mittelstarke und starke Moves unterteilt, wobei besonders starke Moves mit ☐ + ✕ und △ + 〇 ausgeführt werden. Ansonsten steht ☐ für schwache Aktionen, ✕ für mittelstarke und 〇 für starke Aktionen. Das Timingfenster beim Lock-up ist ziemlich kurz. Wenn sich Wrestler in der Animation nach hinten lehnen, ist das der ideale Zeitpunkt, Aktionen auszuführen. Dieses System erfordert durchaus einiges an Konzentration, zumal natürlich zu frühe starke Aktionen zu Kontern des Gegners führen. Und: Wer immer wieder die gleichen Schläge und Suplexe ausführt, wird ebenfalls ausgekontert. Spieler sind also gezwungen, verschiedene Moves zu zeigen.
Was die Matches selbst betrifft, sind die üblichen Einzel-, Tag-Team- und Battle-Royal-Matches wählbar. Fans mussten bis 1999 warten, bis Fire Pro Wrestling in seiner alten 2D Glanz und Gloria zurückkehrte. Zwar gab es 1996 auch ein Fire-Pro-Spiel für den Saturn, aber eben nicht für die viel beliebtere Playstation. Taito schloss mit diesem Spiel eine existierende Marktlücke mehr als ordentlich. Es war auch das letzte Wrestlingspiel des traditionsreichen Studios.



Das nächste Mal:
MONDAY NIGHT WAR

Teil vier unserer Reihe wird sich mit der Ära beschäftigen, für die alten Wrestlingfans hierzulande die größte Nostalgie empfinden: den Monday Night War zwischen WWF und WCW. Und die dazugehörigen Spiele auf der Playstation und dem Nintendo 64!
Außerdem werden wir einen ausführlichen Blick auf die japanischen Spiele dieser Zeit werfen. Wie haben sich Wrestlingspiele im 3D-Zeitalter verändert?
Das und noch vieles mehr wird Thema im bisher ausführlichsten Teil dieser Artikelreihe werden!

Was für eine epische Informationsflug über Wrestling – Wahnsinn.